THEATERBREMEN

Theater am Goetheplatz

Amerika

nach dem Romanfragment von Franz Kafka
mit der Kafka Band

„Woher komme ich, wohin gehe ich nicht? Was ich sonst bin, weiß ich. Aber was bin ich hier? Ich bin das Pfand, das gleichviel wert ist wie das, was man für mich geboten hat. Ach, ich weiß nicht. Ich war etwas. Was?“ (Elfriede Jelinek) — Einer Jugendsünde wegen wird Karl Rossmann von seinen Eltern zur Auswanderung nach Amerika gezwungen. Doch der Kapitalismus verschlingt ihn und spuckt ihn auf die Straße. Lange vor der Einführung des Fließbandes und der Erfindung von Industrierobotern schildert Kafka hellsichtig bedrängende Arbeitsverhältnisse, in denen sich gehetzte Menschen zurechtzufinden versuchen. Sein Romanfragment ist gekennzeichnet von der Suche nach Zugehörigkeit und von der Wiederholung der Vertreibung des jungen Karl – aus Europa durch seine Eltern, aus dem traumhaften Luxusleben des reichen Onkels, aus der Anstellung im Hotel am Rande von New York. Erneut setzen sich die Prager Kafka Band, der tschechische Autor Jaroslav Rudiš und das Schauspiel­ensemble in der Regie von Alexander Riemenschneider mit Kafkas Welt auseinander.

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