THEATERBREMEN

Theater am Goetheplatz / Premiere

La Damnation de Faust

Dramatische Legende in vier Teilen von Hector Berlioz
Text vom Komponisten und Almire Gandonnière
nach Faust I von Johann Wolfgang von Goethe

„Wisst ihr noch: Schwefel, Scheiterhaufen, Rost ... Was für Albernheiten. Ein Rost ist gar nicht nötig, die Hölle, das sind die anderen.“ (Jean-Paul Sartre) — Dass es mit seinem Faust kein gutes Ende nehmen wird, hat Hector Berlioz schon in den Titel seines Werkes eingeschrieben. Auch ist er kein suchender Intellektueller nach dem Schlag des goetheschen Vorbilds: Berlioz’ Faust interessiert religiöser und philosophischer Erkenntnisgewinn nicht. Das Leben selbst ist ihm zum Höllenritt geworden. Er leidet am Überdruss an sich selbst ebenso, wie er den Zugang zu einer Gesellschaft verloren hat, in der Gott tot ist und menschliche Werte längst obsolet geworden sind. Nur Marguerite, die Méphistophélès ihm zuführt, kann ein kurzes Hochgefühl auslösen. Faust bleibt am Ende nichts als das Inferno – den Pakt dazu unterschreibt er aus freien Stücken. Hector Berlioz komponierte mit „La Damnation de Faust" ein revolutionäres Werk zwischen Oper, Oratorium und Chorsinfonie. Paul-Georg Dittrich inszeniert nach „Wozzeck" zum zweiten Mal am Theater Bremen, die musikalische Leitung hat – zum letzten Mal in seiner Funktion als Generalmusikdirektor – Markus Poschner.

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