Theater am Goetheplatz / Premiere
Wo die wilden Kerle wohnen
8+
Fantastische Oper in einem Akt von Oliver Knussen
Text von Maurice Sendak
„In den letzten Jahren wurden in den Ozeanen unseres Planeten keine neuen Inseln mehr entdeckt. Das mag damit zu tun haben, dass die Welt bis in die letzte Runzel ausgeleuchtet ist. Oder aber damit, dass einzelne Inseln gar nicht gefunden werden wollen, weil sie nur als unentdeckte Inseln existieren.“ (Samuel Herzog) — Da steckt eine Wildheit in Max, die ist einfach nicht zu zähmen! Wände sind Feinde, die angegriffen werden müssen, Treppen Berge, die es zu erstürmen gilt, Stofftiere Wölfe, auf die man sich mutig stürzen darf – nichts ist sicher vor Max. Auch die Mutter nicht, die ihren Sohn schließlich ohne Essen zu Bett schickt, woraufhin Max sich auf eine Insel flüchtet, auf der alles anders ist als zu Hause. Denn hier leben die Wilden Kerle, die einfach tun, was ihnen gefällt.
1962 schuf Maurice Sendak mit „Wo die wilden Kerle wohnen" eine so wunderbare wie unbelehrende Geschichte über die Kraft und Daseinsberechtigung kindlicher Wut. Von Oliver Knussen vielschichtig vertont, ist diese liebevolle Hommage an die Anarchie noch immer ein Plädoyer für den Ausbruch aus den Mauern der Erziehung und für das Ausleben von Gefühlen, die sich nur vermeintlich nicht gehören.
Dauer: ca. 50 Minuten
Termine / Karten
Besetzung
- Max Alexandra Scherrmann
- Mutter Tamara Klivadenko
- Bull Allan Parkes
- Horns Wolfgang von Borries
- Beard / Goat Hyojong Kim
- Rooster Hubert Wild
- Tzippy Ricarda Gross
- Musikalische Leitung Daniel Mayr
- Regie John Fulljames
- Ausstattung Klemens Kühn
- Austattung Johanna Pfau
- Video Ian William Galloway
- Choreografie Jacqueline Davenport
- Dramaturgie Sylvia Roth, Katinka Deecke
Fotos
Video
Pressestimmen
„Kann man Kindern solche Komplexität zumuten? Aber ja! In Hochspannung schwingen sie 50 Minuten lang durch dieses Stimmungs-Labyrinth. […] Die Bremer Philharmoniker unter dem atmosphärisch dicht zeichnenden Daniel Mayr bieten volle Besetzung auf. Strawinsky klingt durch, französische Impressionisten grüßen.“
Nordwest -Zeitung, 18. September 2012
„In nur 50 Minuten wurde die Geschichte spannend erzählt und hat das Publikum emotional mitgerissen. Eine rundum gelungene Produktion, die sich sowohl hören als auch sehen lassen kann.“
Radio Bremen, 18. September 2012
„Meinem achtjährigen Sohn gefielen die ‚Wilden Kerle‘ wegen der Kurzatmigkeit und Schnelligkeit besser als die übliche Einstiegsoper ‚Hänsel und Gretel‘.[…] Sehenswert ist die Produktion in erster Linie dank Alexandra Scherrmanns idealer Verkörperung des aufmüpfigen, im Herzen liebenswerten Max. Sie führt ihre klangvollen, glockenreinen Sopran fast spielerisch leicht durch die komplizierten Intervallsprung und steuert stimmlichen Wohlklang bei.“
Weser Kurier, 18. September 2012
„Und dann stehen sie auf der Bühne, die wilden Kerle, die sich durch die Bettrückwand gebohrt haben. Verzottelt, verformt, verstörend. Halb Mensch, halb irgendein Wesen. Nicht nur Max wird angst und bange. Bis sich zeigt, dass die Wilden zwar wild, aber harmlos sind. Ganz so wie Max, ein eigentlich ganz normales Kind.“
Kreiszeitung, 18. September 2012
