THEATERBREMEN

Theater am Goetheplatz

Carmen

Opéra Comique in vier Akten von Georges Bizet
Text von Henri Meilhac und Ludovic Halévy

„Du wirst meiner Liebe nicht entgehen“ (Ödön von Horvath) — „Georges Bizets 1875 uraufgeführte „Carmen“ ist eine der meistgespielten und bestgeliebten Opern aller Zeiten. Kaum ein anderes Werk bestimmt die Vorstellung über ein ganzes theatralisches Genre so, wie die Geschichte um Don José, Carmen und ihr tödlich endendes Eifersuchtsdrama in dessen Verlauf José für seine Liebesidee alle Sicherheiten aufgeben muss und Carmen schließlich zu seinem Opfer macht. Anna-Sophie Mahler, eine der „interessantesten jungen Opernregisseurinnen“ (foyer) inszeniert nach Janáčeks „Die Sache Makropulos“, Vivaldis „Orlando furioso“ und einem eigenen Projekt mit dem Titel „Blick der Tosca“ mit „Carmen“ zum vierten Mal am Theater Bremen. Mit ihrem psychologischen und realistischen Inszenierungsansatz wird sie sich der wohl populärsten Beziehungstat aller Zeiten vor allem über Don José nähern und sich mit Aspekten an „Carmen“ beschäftigen, die jenseits der Spanienklischees und der Zigeunerromantik liegen, dafür aber umso mehr mit der Erfindung der femme fatale zu tun haben.

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Dauer: 2 Stunden 45 Minuten, eine Pause

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Pressestimmen

„Mahler schafft es gleich in den ersten Szenen, eine nervöse Spannung zwischen den beiden Hauptakteuren aufzubauen, die sie dann immer weiter vertieft. Zum Schluss hat Carmen auch ganz wörtlich die (Torero)-Hosen an, und Don José ist so in ihrem Bann, dass er in ihrem weißen Kleid dasteht und von der Salongesellschaft verspottet wird. Erika Roos als Micaela kann vor allem in ihren Solopartien mit ihrem glasklaren Sopran glänzen.
Dieser stimmige inszenatorische Ansatz wird aufs Beste ergänzt von durchweg überdurchschnittlichen musikalischen Leistungen – vor allem die Hauptpartien brillieren. Theresa Kronthaler ist eine umwerfende Carmen mit vollem, leuchtendem Mezzosopran und zudem starker Bühnenpräsenz, Luis Olivares Sandoval gibt einen völlig mit der Situation überforderten Don José und schafft es mühelos, mit seinem Tenor alle Facetten von Flehen bis Drohen auszumalen, ohne dass die Gestaltung je an Kraft verlieren würde.“
Weser Kurier, Iris Hetscher, 23. März 2015

„[…]im Theater Bremen sorgt die Geschichte von der männermordenden Schönheit und dem labilen Soldaten am Samstagabend für lauten und langen Jubel. Zu Recht. Vor der Kulisse eines prunkvollen Salons (Bühne: Duri Bischoff) mit kleinen Sitzgruppen, Schiebetüren und Kronleuchter befreit die Regisseurin Anna-Sophie Mahler „Carmen“ von Flamenco, bauschenden Röcken und Postkarten-Idylle.“
Kreiszeitung, Mareike Bannsch, 23. März 2015

Markus Poschner und die Bremer Philharmoniker servierten eine „Carmen“-Interpretation, die in ihrer Dichte, in ihren Tempi, in ihrem Farbenreichtum und in ihrem Klangrausch sensationell war. Eindrucksvolle Leistung.“
Nordwest Zeitung, Wolfgang Denker, 23. März 2015

„In der Bremer Neuinszenierung besticht vor allem die Besetzung von Carmen. Theresa Kronthaler, ein Shootingstar des Musiktheaters, zeigt den Klassiker von einer anderen Seite: schon äußerlich bricht sie mit den rubenshaften Erwartungen. Aus ihr erklingt ein fesselnder Mezzosopran – betörend schön und bruchlos.
In ihrer Carmen spiegelt sich echtes Interesse für die Psychologie der Figuren in dieser Oper. Carmen wird zur Leinwand sich abwechselnder Projektionen – Regisseurin Mahler zeichnet sie dafür aus der Sicht Don Josés.“
Radio Bremen online, Christine Gorny, 21. März 2015

„Im Bremer Theater sorgt Georges Bizets große Oper „Carmen“ jetzt für einen fesselnden Abend. Regisseurin Anna-Sophie Mahler zeigt einen (Stier)-Kampf der Liebe im bürgerlichen Salon. Eine mit Leichtigkeit inszenierte Tragödie zwischen Flamenco und Katastrophe ohne Kitsch. Mahler setzt vollends auf große Bilder, musikalische Kraft und eine knisternde Erotik. Zu Recht!“
Bild Zeitung, Corinna Laubach, 23. März 2015