THEATERBREMEN

Theater Bremen

Deutsch-Tschechischer Kulturfrühling

Kulturfestival vom 27. April bis 14. Mai in Bremen

„So macht man Frühling“ – mit diesem Anspruch beteiligt sich Bremen am Deutsch-Tschechischen Kulturfrühling 2017, einer grenzüberschreitenden Initiative der Deutschen Botschaft und des Goethe-Instituts in Prag, des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds und der Tschechischen Zentren (Berlin und München) in Zusammenarbeit mit dem Kulturministerium und dem Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten der Tschechischen Republik.
Von Ende April bis Mitte Mai wird das Bremer Bündnis für deutsch-tschechische Zusammenarbeit dem Bremer Publikum die Vielfalt der zeitgenössischen tschechischen Kulturszene zeigen. Das Festival startet mit einer Filmreihe mit Werken junger RegisseurInnen, weiter geht es mit Lesungen bekannter und noch unbekannter AutorInnen, Diskussionen, Konzerten, Theaterstücken und Ausstellungen aufstrebender KünstlerInnen. Durch die vielseitigen Veranstaltungen sollen die bereits bestehenden deutsch-tschechischen Kulturbeziehungen Bremens gepflegt und neue auf den Weg gebracht werden. Ebenso wird es um historische Einsichten und aktuelle politische Fragen gehen.

Den Auftakt des Festivals wird Ende April eine Filmreihe tschechischer RegisseurInnen im CITY 46 bilden, mit anschließend stattfindenden Publikumsgesprächen.

Der Eröffnungsfilm „Schmitke“ von Štepán Altrichter wird am 27. April gezeigt, als zweiter Film der Reihe wird am 28. April „Menandros und Thaïs“ von Ondřej Cikán und Antonín Šilar vorgestellt. In diesem Film verschmelzen Theater und Film, Deutsch und Tschechisch, Antike und Moderne zu einer außergewöhnlichen Einheit. Am 30. April zeigt CITY 46 den Dokumentarfilm „Girl Power“ über Sprayerinnen aus 15 verschiedenen Städten auf der ganzen Welt.
Am 30. April eröffnet die GALERIE am schwarzen meer eine Ausstellung junger tschechischer Kunst. In Kooperation mit der Galerie Millennium in Prag und der Akademie der Künste in Prag stellt sie verschiedene Positionen innerhalb der aufstrebenden Prager Szene dar und reicht von Film über Fotografie bis zu Grafik.
Am 29. April, 1. und 2. Mai wird der Film des Regisseurs František Vláčil „Markéta Lazarová“, der als einer der herausragenden Filme der tschechoslowakischen Neuen Welle gilt, im CITY 46 gezeigt.
Am 5. Mai lesen in der GALERIE am schwarzen meer bei einem Drei-Gänge-Menü der tschechische Schriftsteller Jaroslav Rudiš und der deutsche Autor Martin Behnke aus ihrem gemeinsamen Drehbuch „Taxi nach Stockholm“, einem Roadmovie über einen tschechischen Taxifahrer, der sich nach Bremen verirrt. (Anmeldung: info@kulturhof-peterswerder.de.)
Am 6. Mai bietet der tschechische Märchen-Nachmittag Filme bei Kaffee und Kuchen für Groß und Klein auf der Probebühne des Theater Bremen. Treffpunkt ist das noon.
Am 7. Mai spielt der tschechische Jazzpianist Martin Konvička in der GALERIE am schwarzen meer.
Am 11. Mai findet das Gastspiel Skugga Baldur im Kleinen Haus, vom wiederholt zum Theater des Jahres nominierten Prager Theater Studio Hrdinů, statt. Die Inszenierung ist ein tschechisch-isländisches Theaterprojekt nach Motiven des gleichnamigen Romans des Autors Sjón in der Regie von Kamila Polívková. Dieses ästhetisch beeindruckende Monodrama gewann den Preis der Tschechischen Theaterzeitung für die Spielzeit 2015/16 und die Darstellerin Tereza Hofová ist aktuell für den wichtigsten tschechischen Theaterpreis Ceny Alfréda Radoka nominiert.
Am 12. Mai gibt die international renommierte Vokalistin und Geigerin Iva Bittová im Sendesaal Bremen ein Konzert, das man sich nicht entgehen lassen sollte.
Am 13. Mai wird im Rahmen des Festivals auch Theresa Welges Inszenierung Nationalstraße nach dem Roman von Jaroslav Rudiš im Kleinen Haus gespielt. Am selben Tag spricht Dr. Matěj Spurný in der Villa Ichon über zentrale Thesen seines Buches „Sie sind nicht wie wir“, das die Entwicklung einer monokulturellen Gesellschaft in Tschechien behandelt. Er wird außerdem zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Debatten in Tschechien befragt.
Am 14. Mai schließt das Gastspiel des Fassbinder-Stücks Angst essen Seele auf im Kleinen Haus das deutsch-tschechische Festival ab. Kurz nach der tschechischen Erstaufführung, die in der Regie von Jan Frič am 13. April 2017 am Nationaltheater Brünn Premiere hat, wird die Inszenierung am Theater Bremen gezeigt.

So macht man Frühling – machen Sie mit!

Mehr Infos unter www.somachtmanfruehling.de
Gastspiele und Filmaufführungen werden mit deutschen Übertiteln gezeigt

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