THEATERBREMEN

Kleines Haus

Effi Briest

nach Motiven des Romans von Theodor Fontane

„Sieh sie dir an! Ist sie nicht bezaubernd schön? Wie ein Bild, das schweigt, doch zeigt dir ihr Gesicht nicht alles?“ (aus „Arielle, die Meerjungfrau“) — Die junge Effi strotzt vor Frohsinn und Vitalität und erträumt sich ein Leben am Hof. Als der Baron von Instetten um ihre Hand anhält, scheint dieser Wunsch in Erfüllung zu gehen. Doch Effi muss nach ihrer Hochzeit ihre Rolle als Kind aufgeben und findet keine neue soziale Funktion, die sie glücklich macht. Es erfüllt sie mit Scham und Angst, dass sie nun auf sich selbst zurückgeworfen ist – darüber zu sprechen, erscheint ihr unmöglich. Effi entflieht der Gefühls-Ödnis und geht eine heimliche Beziehung mit dem Offizier Crampas ein. Jahre später erfährt ihr Mann davon und fordert Crampas zum Duell heraus – dieser unterliegt und stirbt. Doch die gestörte Kommunikation der Eheleute setzt sich fort: Effi erfährt erst über die Briefe ihrer Mutter von ihrer eigenen Scheidung. Was passiert, wenn wir nicht in der Lage sind, angstfrei miteinander über uns selbst zu sprechen? Ist dann der Tod an gebrochenem Herzen, an mangelnder Selbstliebe, wie ihn Fontane für Effi erfand, unausweichlich?

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