THEATERBREMEN

NUNATAK

Ein neues Meer

Auf der Suche nach Revolution
Eine Koproduktion mit Quartier gGmbH
Treffpunkt und Abendkasse NUNATAK (Kapitän-Dallmann-Str. 2, Blumenthal)

Die junge Generation protestiert nicht mehr; sie formiert sich nicht gegen gesellschaftliche Ungleichheiten oder ungerechte Strukturen – das meint zumindest die Bildungsexpertin Ursula Frost, deren Beobachtung sich mit den Ergebnissen der letztjährigen europaweiten Jugendstudie des SINUS-Instituts deckt. Die im neuen Jahrtausend geborenen Heranwachsenden treibt eher eine Lust zum Funktionieren und ein perfektionistischer Ehrgeiz in der Beherrschung vorgegebener Systeme. „Neo-Konventionalismus“ nennt sich diese jugendliche Rück-Orientierung am Mainstream, die kein Bedürfnis nach kritischer Auseinandersetzung oder grundsätzlicher Abgrenzung hat. Kurz: Anpassung ist in, Revolution ist out.
Wenn Studien und Forscher allzu genau zu wissen glauben, wie Jugendliche ticken, sollte man misstrauisch werden. Also konfrontieren die KünstlerInnen die zwei Duzend 11-14jährigen AkteurInnen mit den Vorstellungen und Bildern von Revolution und fragen dabei, was sie von dieser Art strukturelle Veränderungen herbeizuführen halten. Zunächst nicht sonderlich viel. Aufstandsmüdigkeit? Vielleicht. Aber da sind auch Zukunftsvisionen: Eine Sehnsucht nach mehr Gerechtigkeit, Toleranz und Frieden; der Wunsch, das bereits bestehende Gute zu verstärken und alles Schlechte abzulehnen. Nur – wie übersetzt man das in Handlung? Und womit soll man beginnen? Jim Morrison hat einen Vorschlag: “There can't be any large-scale revolution until there's a personal revolution, on an individual level. It's got to happen inside first.”

Ein neues Meer ist eine Koproduktion von QUARTIER gGmbH, Theater Bremen und dreiprozentextra. Sie gehört zur Projektreihe Complicity, einer Initiative von QUARTIER im Bündnis mit dem Quartiersmanagement Blumenthal, dem DOKU Blumenthal und der Oberschule an der EGGE. Unterstützt durch Immobilien Bremen
Gefördert im Programm „Künste öffnen Welten“ der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e.V. (BKJ). Die BKJ ist Programm­partner des BMBF für „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“

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