THEATERBREMEN

Kleines Haus

Hoffmann – Ein Offenbach-Projekt

von Levin Handschuh und Riccardo Castagnola

„Die Insel ist ein theatraler Raum: Alles, was hier geschieht, verdichtet sich beinahe zwangsläufig zu Geschichten, zu Kammerspielen im Nirgendwo, zum literarischen Stoff. Diesen Erzählungen ist eigen, dass Wahrheit und Dichtung nicht mehr auseinanderzuhalten sind, Realität fiktionalisiert und Fiktion realisiert wird“, schreibt Judith Schalansky in ihrem „Atlas der abgelegenen Inseln“. Das Leben auf einer Insel muss aber nicht zwangsläufig abgelegen sein. Der Protagonist aus „Hoffmanns Erzählungen“ beispielsweise ist sich selbst eine Insel, umgeben von Menschen. Bei Jacques Offenbach erzählt er sich in seinen Erzählungen selbst und wird somit zu seiner eigenen Fiktion. In dem musiktheatralen Projekt „Hoffmann“ wird diese Situation noch zugespitzt. In ihrer gemeinsamen Fassung geht es Levin Handschuh und Riccardo Castagnola in Offenbachs Opernfragment um die Romantik als Spiel mit verschiedenen Wirklichkeits-Ebenen und psychologischen Abspaltungen.

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