THEATERBREMEN

Theater am Goetheplatz

Il tabarro & Gianni Schicchi

Zwei Einakter von Giacomo Puccini
Text von Giuseppe Adami und Giovacchino Forzano

„Es gibt für die Menschen, wie sie heute sind, nur eine radikale Neuigkeit – und das ist immer die gleiche: der Tod.“ (Walter Benjamin) — Die zwei aus „Il trittico" stammenden Einakter des Komponisten Giacomo Puccini setzen nicht auf Kohärenz, sondern ganz bewusst auf Kontrast. Wer Gemeinsamkeiten sucht, findet sie vor allem im Tod. Dieser bildet in beiden Stücken den Anfangs- oder Endpunkt eines Konflikts. Im Fall von „Il tabarro" (Der Mantel), einem wahren Bühnenthriller, endet ein Eifersuchtsdrama mit dem Mord an der Geliebten. In der schwarzen Komödie „Gianni Schicchi" wird der Tod eines Reichen zum Ausgangspunkt für erbitterte Erbstreitigkeiten. Zwei Einakter, die in ihrer musikalischen und genrespezifischen Gestaltung unterschiedlicher nicht sein könnten. Zwei Porträts von Menschen, gezeichnet mit der sinnlichen Musik Puccinis und angereichert durch die zeitlosen Themen des sozialen Missstands und der Gier, bedingungsloser Liebe und Sehnsucht – nicht zu vergessen: Humor als menschliche Konstante und Flucht aus der unerfreulichen Realität. Diesen Themen widmet sich der junge Regisseur Martin G. Berger in seiner ersten Arbeit am Theater Bremen.

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