THEATERBREMEN

Theater am Goetheplatz

Mädchen und Jungen

von Arne Sierens
Deutsch von Barbara Buri
Deutschsprachige Erstaufführung

„Boy meets girl.“ (Billy Wilder) — Einer Anekdote zufolge war der Filmregisseur Billy Wilder der Ansicht, er habe seine besten Ideen immer im Schlaf gehabt. So legte er sich eines Abends Stift und Zettel neben sein Bett, um die Gedanken der Nacht nicht gleich wieder zu vergessen. Doch am Morgen stand dort nur: „boy meets girl“! Nur? Diese drei Worte sind doch wirklich ein magisches Rezept. Auch für die Komödie mit dem Titel Mädchen und Jungen, mit der Regisseurin ­Alize Zandwijk nach „Das Leben auf der Praça Roosevelt“ und „Der Kirschgarten“ nun schon zum dritten Mal ein großes Stück Gesellschaft am Theater Bremen erzählt. Diesmal wird sie uns auf das abgelegene Anwesen eines reichen Strumpffabrikanten mitnehmen, wo das Leben eine endlose Folge von Grillparties, Schwimmen und Waldausflügen zu sein scheint. Doch der Schein trügt: Die Familie ist im Begriff auseinanderzubrechen. Als zwei unbekannte junge Mädchen auftauchen, gerät die Situation außer Kontrolle und all die schlummernden Familientraumata, Lebenslügen, Hochstapeleien und faktischen Bankrotterklärungen kommen zum Vorschein.

Dauer: ca. 2 Stunden, keine Pause

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Pressestimmen

„Das Publikum habe vor allem die schauspielerische Leistung begeistert gewürdigt, aber auch die Regiearbeit. Alize Zandwijk kommt nächstes Jahr als leitende Regisseurin ans Theater Bremen. Und mit dieser Inszenierung – ihrer nunmehr dritten hier in Bremen – habe sie bewiesen, dass sie auch Komödien kann.“
Christine Gorny, Radio Bremen, 24. April 2015

„Am Ro-Theater Rotterdam, das sie seit 2006 leitet, hört Alize Zandwijk demnächst auf - und übernimmt dafür ab 2016 am Goetheplatz die Funktion der Leitenden Regisseurin. Und dass es zwischen ihr und dem Schauspiel-Ensemble funktioniert, das merkt man der Inszenierung an: Sie entfalten unter ihrer Führung einfach - mehr Freude, mehr Witz, mehr Intelligenz[…]“
Benno Schirrmeister, Taz, 25. April 2015

„‚Mädchen und Jungen‘ ist sehenswertes Schauspielertheater. Viel Applaus gab’s bei der Premiere daher für das gesamte Ensemble.“
Iris Hetscher, Weser Kurier, 25. April 2015

„Martin Baum balanciert geschickt auf der Schnittstelle von Klischee und tragischer Figur, Lisa Guth überzeugt als Luder, das seine Unsicherheit mit Hysterie überspielt, auch Robin Sondermann versteht es wunderbar, die Tarnungsstrategien eines verunsicherten Teenagers nachzuzeichnen. Großartig ist Johannes Kühn, der Gregorys Schulfreund Bertrand mit wohlkalkulierter Dreistigkeit als wahren Wohlstandsschmarotzer darstellt.“
Johannes Bruggaier, Kreiszeitung, 24. April 2015

„Alize Zandwijk führt ihr Publikum mit dem ihr eigenen Realismus durch diese Pfade und verbindet unterwegs das Tragische in wunderbar beiläufiger Weise mit dem Komischen. Dass dabei viele Fragen offen bleiben, nicht jedes Wort, jede Handlung eine allein gültige Erklärung findet, ist der Sinn der Inszenierung wie auch der Textvorlage […]ein beachtliches Gesellschaftsstück ist „Mädchen und Jungen“ allemal.“
Johannes Bruggaier, Kreiszeitung, 24. April 2015