THEATERBREMEN

Kleines Haus / ausverkauft (eventuell Restkarten an der Abendkasse)

Lulu – Ein Rock-Vaudeville

Mit Musik von The Tiger Lillies
nach Frank Wedekind
19:30 Uhr Einführung

„Sie verkörpert einfach alle Frauen, die sich je mit der gequirlten Scheiße und Heuchelei dieser Welt herumschlagen müssen.“ (Martyn Jacques, The Tiger Lillies) — Nach 21 Jahren Arbeit hatte Frank Wedekind seine Tragödie vollendet und mit Lulu eine Frauenfigur geschaffen, an der sich fortan zahlreiche KünstlerInnen abarbeiten sollten und die das bürgerliche Establishment und seine Moralvorstellungen herausforderte. In der Version der britischen Kultband The Tiger Lillies wird aus Wedekinds Monstertragödie eine Mörderballade. Eine düstere Moritat, in dem sich lüstern skurrile Gestalten tummeln und um die Hauptfigur, gleichzeitig reale Frauengestalt und Fantasieprodukt, kreisen. Lulu ist Engel, Monster, Kind, Muse, Tier, Verführerin, Beute, Mörderin in einem. Sie ist eine Nachtwandlerin der Liebe, eine Kindfrau, der die Männer verfallen und die zu Fall gebracht wird, die herrscht und beherrscht wird. Armin Petras macht aus der Vorlage ein irres Stück Schauspiel-Musik-Theater, einen heidnischen Karneval der grotesken Bilder und verzerrten Fantasien.

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Pressestimmen

„Eine musikalisch und szenisch mitreißende Revue über eine vielfach geschundene Frauenfigur präsentiert Hausregisseur Armin Petras am Theater Bremen. […] Mit einer abgeranzten Gothic-Kulisse (Julian Marbach), die jeder einschlägigen Party zur Ehre gereichen würde. Mit fantastischen Kostümen (Anette Riedel), die alle vorgeführten Bühnenspielarten von Mummenschanz über Zirkusakrobatik, Liederabend und Karneval bis Pantomime stimmig abdecken. Und mit Miles Perkin als einem musikalischen Leiter, der als Sänger und Multiinstrumentalist von der schrammeligen Jahrmarktballade bis zur ausgelassenen Balkan-Punk-Zugabe begeistert.“ (Hendrik Werner, Weser Kurier, 13. Januar 2019)

„Sandra Gerling als rotznasige Hauptfigur Lulu hält sich in diesem Chaos außerordentlich gut. Wie man der Rolle noch so einen Stolz verleihen kann, wenn man mit verlaufenem Make-up und selbst im Billigkleid hart overdressed wie von einem völlig eskalierten Abtanzball nach Hause stapft – es bleibt ihr Geheimnis.“ (Jan-Paul Koopmann, taz, 16. Januar 2019)

„Auch musikalisch holt Miles Perkin das Beste aus dem Material, die Besetzung singt und spielt bezaubernd mit: von morbiden Kaffeehausmomenten bis zum harten Rock.“ (Jan-Paul Koopmann, Kreiszeitung, 16. Januar 2019)

“Lulu” was savaged by the local critics, but the entire run is virtually sold out, and the performance I attended met with thunderous applause — a healthy indication that Stuttgarters are more curious about what Mr. Petras is up to in his last season than in what the professional tastemakers have to say.“ New York Times, 26. April 2018