THEATERBREMEN

Kleines Haus / Uraufführung

Mutter Vater Land

Uraufführung
von Akın Emanuel Şipal

„Vive la crise!“ (Marcel Proust) — Hundert Jahre Familiengeschichte. In Szenen, Anekdoten, Tiraden, Träumen und Rachefantasien begegnen sich vier Generationen, erzählen von Höhepunkten und Tiefschlägen und bringen sich auf den neuesten Stand. Was bedeutet es heute türkisch zu sein? Was hat es vor hundert Jahren bedeutet? Und wie kommt Schlesien da ins Spiel? Die Szenen sind Versuche, dem Erinnern eine Form zu geben. Jede Skizze ist mit einer Jahreszahl versehen und setzt die Familiengeschichte in Beziehung zu gesellschaftlichen Umbrüchen der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft. Dabei wiederholen sich die schmerzhaften Erfahrungen von Verlust. Gibt es ein Leben außerhalb der Sprache(n)? „Mutter Vater Land“ ringt um Worte. Gemeinsam verwischen der Autor Akın Emanuel Şipal und der Regisseur Felix Rothenhäusler die Grenzen von Autobiografischem und Fiktionalem, von Theater und Text, von Sprechen und Spiel. „Meine Familie ist brüchig. Istanbul, Athen, Breslau, Adana, Wanne-Eickel, Gelsenkirchen, Hamburg. 1918 – ∞“ (A.E.Ş.)

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