noon / Foyer Kleines Haus

Zu Gast: Anke Stelling

„Ein scharfkantiger Roman, der wehtut und wehtun muss", sagte Jurymitglied Wiebke Porombka in ihrer Laudatio auf Anke Stellings Roman SCHÄFCHEN IM TROCKENEN, der 2019 mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet wurde.
Tatsächlich hat die 1971 geborenen Autorin, die in Leipzig literarisches Schreiben studiert die bereits vor ihrem preisgekrönten Roman scharfe, analytische und dabei nicht humorfreie Romane, Texte, Drehbücher verfasst, die von einer gnadenlosen Klassengesellschaft erzählen und mit dem Mythos der gleichen Chancen für alle aufräumen, mit dem ihre Generation in die 80er Jahre und danach hinaus in die Welt geschickt wurde.
Die Autorin von SCHÄFCHEN IM TROCKENEN, BODENTIEFE FENSTER und ihrem jüngsten Jugendroman FREDDIE UND DIE BÄNDIGUNG DES BÖSEN liest aus ihrem Werk und spricht mit Dramaturgin Simone Sterr über Lebensläufe, Lebensentwürfe, Bauvorhaben und Lebensplanungen, 68er Muttis, 90er Yuppies und die Realist*innen von heute, über Feminismus, Frauen und Freundschaften, die beim Geld aufhören.
Eine Vita anhand der Badezimmer – oder auch der nicht vorhandenen Badezimmer – erzählen. Anhand der Heizungen, Vorhangstangen, Treppenhausgeländer. Entlang der Such- und Flucht- und Abbruchbewegungen, wäre das was? (Anke Stelling)

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