THEATERBREMEN

Theater am Goetheplatz (Foyer)

Der Mensch muss gegen das Böse kämpfen, das er selbst bewältigen kann

Gedenkveranstaltung zu Ehren von Jan Palach
im Rahmen des deutsch-tschechischen Kulturfrühlings
Eintritt 5€

Jan Palach war ein tschechoslowakischer Student, der sich aus Protest gegen die Niederschlagung des Prager Frühlings, gegen das Diktat der Sowjetunion und die Passivität der Bevölkerung im Januar 1969 auf dem Prager Wenzelsplatz selbst verbrannte. Er starb am 19.1.1969. Jan Palach war und ist bis heute ein Held in der Tschechischen Republik. Die Gedenkveranstaltung in Prag im Januar 1989 wurde brutal niedergeschlagen. Dies war der Anfang der Samtenen Revolution, die im November 1989 mit dem Fall des kommunistischen Systems in der Tschechoslowakei endete. Zum 50. Jahrestag wird in Bremen mit einer Gedenkveranstaltung an Jan Palach erinnert. Es werden zwei herausragende Beispiele für den künstlerischen Wellenschlag, den das Aufbegehren Jan Palachs verursachte, präsentiert. Das Bode Quartett aus Berlin führt eine Komposition von Kurt Hauschilds auf, der sich in seinem achten Streichquartett intensiv mit der Geschichte Jan Palachs auseinandersetzte. Der Film Burning Bush - Die Helden von Prag der Oskar-nominierten Regisseurin Agnieszka Holland dokumentiert die Geschichte. Die Direktorin der Forschungsstelle Osteuropa Prof. Dr. Susanne Schattenberg führt kurz anhand der Dokumente in das Thema ein. Prof. Dr. Martina Winkler (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel) diskutiert mit Sabine Stach (Deutsches Historisches Institut Warschau) und Kristína Andělová (Ustav pro soudobé dějiny Prag) über Heldentum und Opferbereitschaft, über die Bedeutung von Jan Palach 1969, 1989 und heute.
Die Veranstaltung ist eine Kooperation von Theater Bremen, dem Tschechischen Zentrum Berlin, dem Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds, der Forschungsstelle Osteuropa und dem Bündnis für Deutsch-Tschechische Zusammenarbeit.

Weitere Informationen: Libuse Cerna, 0171 301 8686.

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