THEATERBREMEN

Theater am Goetheplatz (Foyer)

Mütter

Geschichten von Bremer Frauen aus aller Welt

„Menschen in vergessenen Straßen eine Stimme geben“ (A­lize Zandwijk) — Das praktiziert die Regisseurin – mit Humor, Gefühl und Gespür für Theatralik – in ihren Inszenierungen. Und nicht selten sind diese Menschen Frauen, deren Schicksal ohne das Theater nicht in die Welt käme. Große Frauenfiguren hat Alize Zandwijk in den letzten beiden Spielzeiten zum Mittelpunkt ihrer Inszenierungen gemacht. Shen Te in "Der gute Mensch von Sezuan" und Frau John in "Die Ratten". Eine ganze Spielzeit lang sammelt sie nun Geschichten von Frauen aus aller Welt, allesamt Mütter, und zum Ende der Spielzeit lässt sie diese Bremerinnen zu Wort kommen und ihre Geschichten erzählen. Dafür verwandelt sich das Foyer im Theater am Goetheplatz in die Bühne des Lebens schlechthin: in eine Küche. In der wird gekocht, erzählt, getratscht und selbstverständlich auch gegessen. Gerichte, die mehr sind als nur ein Essen: ein Teller voll Heimat.


Mit freundlicher Unterstützung von:

Afrika Netzwerk Bremen e.V.
Arabischer Frauenbund e.V.
AWO Soziale Dienste gemeinnützige GmbH Fachbereich Asyl
Belladonna Bremen
Bremer Theaterfreunde
Bremer Rat für Integration
Bürgerhaus Mahndorf
Bürgerzentrum Neue Vahr e.V.
Bürgerhaus Oslebshausen
Bürgerhaus Vegesack
Bürgerhaus Weserterrassen
Frauen in Arbeit und Wirtschaft Bremen e.V.

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Pressestimmen

„Hier in der Foyer-Küche des Theaters ist gestern Abend etwas gelungen, was im Alltag so oft nicht funktioniert: Menschen zusammen zu bringen, die sich aufgrund ihre Kultur, ihrer Nationalität, ihrer Sprache, Ihres Alters… sonst vermutlich niemals begegnet wären. Aber damit nicht genug! […] Am Ende bleibt das Gefühl, diesen Frauen tatsächlich begegnet zu sein – aber nicht in einem Theater, nicht in einer Inszenierung, nicht geplant… sondern zufällig in einer Küche. Man ist ins Gespräch gekommen und hat neue Freundinnen gefunden.“ (Marcus Behrens, Bremen Zwei, 9. Mai 2019)

„Der Star ist das Ensemble: Die zugewandten Akteurinnen sind zugleich Botschafterinnen einer Sozialutopie, in der gelebte Multikulturalität zum Vorschein einer deutschen Leitkultur avanciert, die auf Vielfalt statt auf Ausgrenzung fußt. Alle Mütter bestreiten beachtliche Soli – erzählend, singend, tanzend. Noch sättigender indes gerät der Abend, wenn es Dialoge, Duette und – im Anschluss an die Vorstellung – Delikatessen gibt.“ (Hendrik Werner, Weser Kurier, 10. Mai 2019)

„Zwar gibt es auch hier die erwartbaren ‚So gut wie bei Mutti schmeckt es sonst nirgends‘-Kindheitserinnerungen, aber ziemlich schnell geht es ans Eingemachte. […] Was an diesen Tafeln ans Licht drängt, ist teilweise nicht grundlos Verdrängtes, und von dort aus ist es nicht weit zu einer echten Politisierung […] – Zandwijk hat kein Wohlfühlstück inszeniert, auch wenn es manchmal so wirkt. ‚Mütter‘ gewinnt einerseits durch die grundsympathischen Protagonistinnen (zumal diese tatsächlich auch etwas zu erzählen haben), andererseits durch die suggestive Küchensituation.“ (Falk Schreiber, Theater heute, Juli 2019)

„Die Wucht des Lebens schwappt an diesem Abend von der Bühne mit voller Breitseite ins Publikum. Auf beiden Seiten gibt es dabei Tränen. […] Alize Zandwijk holt mit diesem Projekt eine Realität auf die Bühne, die in der öffentlichen Diskussion immer präsenter, selten jedoch so eindrücklich präsentiert wird – ohne moralischen Zeigefinger.“ (Teresa Wolny, taz, 18. Mai 2019)

„Die Stars von nebenan. […] Besagtes Ensemble besteht aus 14 Müttern aus aller Welt mit höchst diversen Hintergründen. Diese biografische Vielfalt schlägt sich in einer eindrucksvollen Diversität an Kleidung, Akzenten, Bewegungen nieder – und doch hat dieses Ensemble kein Problem damit, gemeinsam die Herzen des Publikums im Nu zu erobern. […] Im Theaterfoyer, wo sonst ein eher homogenes Publikum die Theaterpausen bei Sekt oder Wein begeht, begegnet das Publikum nun den Akteurinnen sehr unmittelbar, manchmal sogar physisch. Und an den langen Holztischen kommt man auch mit dem Gegenüber und den Nachbarn schnell ins Gespräch.“ (Rolf Stein, Kreiszeitung, 11. Mai 2019)

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