THEATERBREMEN

Brauhaus

Of Coming Tales

von kainkollektiv
Eine Moks- und Junge Akteure-Produktion

Ausgehend von den politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen und Ereignissen unserer Zeit, die immer unmittelbarer auch in die Lebenswirklichkeit von Jugendlichen vordringen, fragt das kainkollektiv nach aktuellen Fabeln und kommenden Geschichten. Welche Mythen spiegeln heute das Kultur- und Selbstverständnis unserer globalisierten Welt und wie können diese jungen Menschen erzählt werden? Welcher Formen der theatralen Erzählung bedarf es, um den Utopien, Phantasmen und Alpträumen der Gegenwart beizukommen?
Auf der Suche nach diesen künftigen Erzählungen lädt das kainkollektiv zu einem Parcours durch das Theater ein. Zusammengefunden hat sich ein interdisziplinäres und altersübergreifendes Ensemble, bestehend aus Schauspieler/innen, jungen Akteur/innen, einem Countertenor, einer Sopranistin, zwei Tänzer/innen, Musikern und einem Videokünstler. Dieses temporäre Ensemble mit seinen unterschiedlichen Ausdrucksformen bringt die vielstimmige Märchenmaschinerie in Gang. Das kainkollektiv forscht über die Gattungsgrenzen hinweg nach neuen theatralen Formen und öffnet den Bühnenraum, um den Zuschauer auf die Reise zu schicken.
In einer groß angelegten Installation verwandeln sich Brauhaus, Brauhauskeller, Probebühne sowie Hinter- und Lagerräume in ein futuristisches Szenario, in dem eine unsichtbare totalitäre Macht alles zu kontrollieren scheint und das Lesen und Verbreiten alter (Märchen-)Geschichten, mithin die Erinnerung an die Geschichte des Menschen selbst, zu verbieten sucht. Doch während die Wüste der Gegenwart alles zu löschen droht, versammelt sich in den Untergründen Widerstand. Und die Zuschauer/innen, die sich auf einen Parcours ins dunkle Herz der Gegenwart aufmachen, werden von Raum zu Raum selbst zu Kompliz/innen dieses Widerstands. Welche Geschichte(n) wollen wir erinnern?

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Pressestimmen

„Frisch, klug, absolut theatral. […] Wer also erleben möchte, was der überstrapazierte Begriff spartenübergreifendes Theater leisten kann, wenn nicht die Theorie die Oberhand behält, der begebe sich […] unbedingt ins Brauhaus. […] Sounddesign, Ausstattung, Musik, Video, Schauspiel, Tanz, Gesang ergänzen sich bei ‚Of Coming Tales‘ auf wunderbar organische Art und sorgen für das, was Theater sein kann, soll, muss: ein sinnliches wie nachdenklich stimmendes Erlebnis.“ (Iris Hetscher, Weser-Kurier, 16.04.2018)

„[…] eine unbedingt sehenswerte, spartenübergreifende Inszenierung […].“ (Mareike Bannasch, Kreiszeitung, 17.04.2018)

„[…] Hauptsache es knallt. Und das tut es auch. Und zwar so richtig. Diese temporeich inszenierten Wechsel machen einfach Spaß und jagen einen umher zwischen zwei Zuschauertribünen, Videoleinwänden und später durch das halbe Theater. Und weil – wie das mit individuellen Sehgewohnheiten und Perspektiven eben so ist – nie eine*r alles mitbekommt, wird das Spektakel immer wieder von Bühnenrand zu Bühnenrand gedoppelt, gespiegelt und kommentiert. Diese Choreografie ist, ganz ehrlich, ein Fest. […]“ (Jan-Paul Koopmann, taz, 23.04.2018)

Förderer

  • gefördert im Fonds Doppelpass der