THEATERBREMEN

Kleines Haus

polaroids:remix

von Samir Akika / Unusual Symptoms

Es gibt Abende, die sieht man und weiß sofort, dass sie einen noch eine ganze Weile begleiten werden. Samir Akikas Tanz-Performance-Happening "polaroids" gehört zweifellos in diese Kategorie. Inspiriert von der künstlerischen Aufbruchsstimmung des New York der 70er und 80er Jahre haben sich Akika und die Kompanie Unusual Symptoms auf die Suche nach dem eigenen künstlerischen Untergrund begeben – und sind mehr als fündig geworden: Auf, hinter und unter der Bühne, zwischen Tränen, Tierkostümen, Bühnennebel und Bier, mit TänzerInnen, die Wände bemalen, Musikern, die tanzen und PerformerInnen, die Punksongs erfinden. Mit "polaroids" ist Akika und seinem Team ein Spektakel gelungen, wie es befreiender und inspirierender kaum sein könnte. Und das jetzt in einer neuen Fassung wieder auf dem Spielplan steht. Mit den fünf neuen TänzerInnen der Kompanie entwickelt der Hauschoreograf neues Material, wirbelt sein Kultstück einmal kräftig durch und bringt es als "polaroids:remix" zurück. Selbst diejenigen, die schon mehrfach da waren, werden den Abend noch einmal völlig neu erleben. Wir treffen uns auf einen Drink auf der Bühne!

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Pressestimmen

„polaroids:remix – wild, weit, wundervoll!“ (Marcus Behrens, Bremen Zwei, 19. Dezember 2018)

„Überall gibt es was zu entdecken und zu verpassen. Damit sich Performer – und dazu gehören unbedingt auch die drei Musiker – damit sie sich alle überhaupt entfalten können, wurden räumliche und zeitliche Strukturen aus dem Weg geräumt. Das Publikum wird gleich mit ins kreative Chaos gestürzt. Wer sich darauf einlässt, den erwarten intensive Momente in 'polaroids'.“
Christine Gorny, Radio Bremen, 9. April 2017

„'Polaroids' darf […] auch als Versuch eines Befreiungsschlags verstanden werden. Und der wird durchaus vehement unternommen. Anfang und Ende des Abends sind dezidiert unbestimmt, schon eine Stunde vor dem nominellen Beginn ist das Kleine Haus Austragungsort einer ziemlich bunten Mischung von Formen und Genres, ausdrücklich sind wir als Publikum aufgefordert, umherzugehen, Getränke gibt es auch […] Und über die Bühne verteilte Sitzkissen laden zum Herumfläzen ein. Relative Anarchie mit Ansage.“
Rolf Stein, Kreiszeitung, 10. April 2017

„Eine fabelhafte Band spielt mal eine Art analogen Techno, mal brachialen Hardcore-Punk. Gruppenchoregrafien, Soli und Duette wechseln sich ab. Gemalt wird auch, mit viel Körpereinsatz und Lust am Sudeln, Graffiti-Ästhetik, ein Keith-Haring Zitat sind prominent platziert. Ein Cheeseburger wird de- und rekonstruiert, […] Luftballons heben Zöpfe grazil an, auf bestimmt 30 oder 40 Zentimeter hohen Plaetausohlen stolzieren Lotte Rudhart und Antonio Stella, ein Lied singend, durch die Szene.“
Rolf Stein, Kreiszeitung, 10. April 2017

„Der Applaus fällt lang und begeistert aus. Toll, diese Truppe, toll, diese Band.“
Rolf Stein, Kreiszeitung, 10. April 2017

„Entsprechend lustvoll wälzen sich Szu-Wei Wu, Lotte Rudhart, Marie-Laure Fiaux, Nora Ronge, Gabrio Gabrielli, Antonio Stella, Pilgyun Jeong und Karl Rummel in Farb- und Kreidegewittern. Dann wieder schwingen sie sich zu Sängern der druckvollen Live-Band auf (Simon Cmatta, jayrope, Stefan Schönfeldt) […] Flugs kommt Fluxus-Stimmung auf in diesem Miniaturen-Marathon.“
Hendrik Werner, Weser-Kurier, 10. April 2017

„Irgendwann geht [das Publikum] wie selbstverständlich mit; verlässt den – ohnehin variablen – Sitzplatz, um Farbschlieren, Menschen, Sensationen möglichst nah zu folgen. Spätestens zur Halbzeit des aparten Arrangements […] hat die Inszenierung ihren Flow gefunden. Die Betriebstemperatur ist […] ohnedies von Anfang an schweißtreibend.“
Hendrik Werner, Weser-Kurier, 10. April 2017

Alles so schön unwiederbringlich hier: Auf das Jahr 1972 datiert auch David Bowies Song 'Five Years', den Antonio Stella gegen Ende schön rau interpretiert. […] Viel Premierenjubel.“
Hendrik Werner, Weser-Kurier, 10. April 2017