THEATERBREMEN

Theater am Goetheplatz

VOM HIMMEL KOMMT ES / ZUR ERDE MUSS ES

Ein szenisches Chorkonzert mit Werken von Fauré, Brahms und Schubert

Die Kurt-Hübner-Preisträger des Jahres 2018 – der Chor des Theater Bremen und seine Chordirektorin Alice Meregaglia – laden in diesem Jahr wieder ins Theater am Goetheplatz ein, waren sie doch im letzten Jahr mit ihren Chorkonzerten in Bremer Kirchen „unterwegs“. Das Programm des diesjährigen Chorkonzerts folgt – so wie das Leben, das Wasser, die Natur – dem Kreislauf des Wiederkehrenden: „Vom Himmel kommt es / Zum Himmel steigt es / Und wieder nieder / Zur Erde muss es / Ewig wechselnd.“ (Johann W. Goethe)
Alles beginnt mit zwei Hörnern und einer Harfe: In Brahms’ frühem Chorwerk "Vier Gesänge für Frauenchor" treten diese drei Instrumente in einen Dialog mit den weiblichen Stimmen des Chores, sodass nicht nur ein voller Harfenklang ertönt, wie es in einem der Stücke heißt, sondern auch Shakespeares "Lied des Narren". Darin zeichnet sich bereits die Atmosphäre des gesamten Abends ab: Sanfte Melancholie trifft auf Ironie, Volkstümliches auf mythologische Überhöhung und hochromantische Musik auf episch-zarte Klänge. Mit Franz Schuberts nach Goethe entstandenem "Gesang der Geister über den Wassern", komponiert für Männerchor und tiefe Streicher, spinnt sich das Zyklische des Wassers als Spiegel der menschlichen Seele fort, bevor sich am Ende sowohl die Instrumente als auch die Stimmen zu einem Chor vereinen und nun gemeinsam die "Messe di Requiem" von Gabriel Fauré anstimmen. Konzipiert aus dem Geist des Kammermusikalischen, erklingt seine frühe Fassung wie eine verheißende Versöhnung. Faurés "Requiem" ist, wie er selbst behauptet, „so sanftmütig“ wie er selbst. Er erkannte im Jenseits nicht Grausamkeit, sondern etwas Befreiendes. Und so schließt sich in diesem besonderen, sanft-tönenden Konzert des Chores am Ende der Kreis – konzipiert und geleitet von Alice Meregaglia und in szenischer Gestalt von Vendula Nováková.

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Pressestimmen

„Der Chor des Theaters Bremen unter Leitung von Alice Meregaglia präsentiert sich in einem Konzert mit Werken von Brahms, Schubert und Fauré - ein Ohren-, aber auch ein Augenschmaus. [..] Musikalisch gut herausgearbeitet ist der zutiefst romantische, vor allem an Felix Mendelssohn orientierten Ansatz der drei ersten, strophisch strukturierten Gesänge in Kontrast zum vierten („Gesang aus dem Fingal“), der purer, herber, innerlicher Brahms ist. Die rhythmischen Klippen und motivischen Querverweise erklingen sauber, mitunter kristallklar, unterstützt werden die Damen in sensibler Abstimmung von Solo-Harfenistin Amandine Carbuccia und dem Hornisten Matthias Berkel und Stefan Flink von den Bremer Philharmonikern.“ (Iris Hetscher, Weser Kurier, 16. April 2019)