THEATERBREMEN

Kleines Haus / Premiere / ausverkauft (eventuell Restkarten an der Abendkasse)

Black Rainbow

von Samir Akika / Unusual Symptoms
im Anschluss Premierenfeier
im Rahmen der Bremer Freiheit
Karten für Studierende: 5 €

An populären Zukunftsbildern lässt sich viel über den Zustand der Gegenwart ablesen, denn Science-Fiction ist meist beides: fantastische, entrückte Erzählung und Allegorie auf eine soziale und politische Realität. Welche Diagnosen also lassen aktuelle Entwürfe spekulativen Erzählens über den kollektiven Seelenzustand unserer Tage zu? Wie stellen wir uns die Welt von morgen vor, oder vielmehr: stellen wir uns überhaupt noch etwas vor? Gemeinsam mit ihren Gästen blicken die Performer*innen von Unusual Symptoms auf ihre Vorstellungen möglicher Zukünfte. Utopien und Hoffnungen, Ängste und apokalyptische Visionen: „Black Rainbow“ widmet sich der Lust am Spekulieren und erzeugt ein poetisches und widersprüchliches Panorama, das aus dem Geist der Gegenwart ein vielstimmiges Bild von morgen entwirft.

Im Rahmen der Bremer Freiheit

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Pressestimmen

„Samir Akika hat nicht nur seinen eigenen Kopf, er hat auch eine choreographische Handschrift, die sofort erkennbar ist. Ihm gelingt es dabei seit Jahren, sich nicht zu wiederholen. Etwas, das selten geworden ist auf den Tanzbühnen dieses Landes.“ Marcus Behrens, Radio Bremen Zwei, 27.10.2017

„Hinter der Live-Band zeigt ein halbes Dutzend Monitore in Standbildern zelluläre Wunderwerke der Evolution; auf einer großen Projektionsfläche in der Mitte des ansehnlichen Wimmelarrangements zeigt die Bremer Videokünstlerin Julia Müller ihren beachtlichen Blick auf Affen, Automaten, Androiden. Irgendwo in dieser Versuchsanordnung flirrt mannshoch und müde silbriger Flitter, als habe die Hochzeit von Mensch und Maschine längst stattgefunden.“ Hendrik Werner, Weser Kurier, 29.10.17

„Samir Akika zitiert in der staunenswert dicht gewobenen Choreografie, die einmal mehr lineares Erzählen zugunsten eines assoziativen Szenenreigens verweigert, mal offen, mal verhohlen Klassiker des Genres, darunter zuvörderst den George-Lucas-Film „THX 1138“ (1971), der Technokratie, Überwachung, Zwangsmedikation und Identitätsverlust als Menetekel aufbietet. Wenn Antonio Stella gegen Ende Dekrete über die Rampe bellt, stellt sich unweigerlich Lust auf eine Weltraumfilmretrospektive ein.“ Hendrik Werner, Weser Kurier, 29.10.17

„Und intensiv ist sie ja, diese gerade mal 70 Minuten währende Schulung der Sinne, die den Zuschauern Hören und Sehen zwar nicht vergehen, wohl aber einschlägige Gewohnheiten überprüfen lässt.“ Hendrik Werner, Weser Kurier, 29.10.17

„In tänzerischer Hinsicht bleiben HipHop-Einlagen von Christian Drewicke und futuristische Pas-de-Deux-Miniaturen von Ying Yun Chen und Pilgyun Jeong erinnerlich. Aber auch Stella, Gabrielli und Jordan Gigout haben starke Auftritte in dieser atmosphärisch bestrickenden Premiere, der das Publikum zugewandt applaudiert.“ Hendrik Werner, Weser Kurier, 29.10.17

„Wo nicht nur Hollyood auf gängige Erzählformen setzt, wenn es um die Zukunft geht, verzichtet der Choreograf auf den großen Erzählbogen, an dessen Ende ein glückliches Ende herumliegen könnte. Zwar klöppeln, hämmern und weben Stefan Kirchhoff, Simon Camatta und Jayrope zum wiederholten Male und mit sehr viel Nachdruck und Lautstärke an langen Spannungsbögen. Doch der Szenenreigen ist eher assoziativ angelegt. Wenig mehr als eine Stunde ist der Abend lang. In der geht es aber hoch her.“ Rolf Stein, Kreiszeitung, 1.11.2017

„Wie sonst auch oft bei Akika, spielt sich dabei vieles gleichzeitig ab. „Black Rainbow“ fährt nicht nur Musiker und Tänzer auf, unter denen sich diesmal übrigens drei Gäste befinden, die allerdings tanzen, als wären sie schon immer dabei. Die von Joachim Grindel (Licht) überwiegend dunkel gehaltene Bühne von Elena Ortega bietet auch Raum für eine Projektionsfläche, auf der die unermüdlichen Animationen der Videokünstlerin Julia Müller flimmern.“ Rolf Stein, Kreiszeitung, 1.11.2017