THEATERBREMEN

Theater am Goetheplatz

Hänsel und Gretel

Märchenspiel in drei Bildern von Engelbert Humperdinck
nach der Dichtung von Adelheid Wette

„Phantasie haben heißt nicht, sich etwas ausdenken; es heißt, sich aus den Dingen etwas machen.“ (Thomas Mann) — Am Anfang steht die Not, zumindest im Märchen. Dem einen fehlt die Frau, also zieht er in die Welt, eine zu finden. Dem anderen fehlt es an Kindern, ein Zauberkraut soll helfen. In Engelbert Humperdincks „Hänsel und Gretel" ist die Familie zwar vollzählig, aber es fehlt am Nötigsten. Aus Verzweiflung jagt die Mutter die beiden Geschwister zum Beerensammeln in den Wald – direkt vor das über und über mit Süßigkeiten bedeckte Hexenhaus. Doch was von außen all das verspricht, was es zuhause nicht gibt, entpuppt sich im Innern als tödliche Falle, der nur mit gemeinsamer List zu entkommen ist. Humperdinck schrieb eine zeitlose Märchenoper über geschwisterlichen Zusammenhalt und die Kraft der Phantasie, in der Kinderlieder ebenso ihren Platz haben wie der spätromantische Orchesterklang. Alexander Riemenschneider, der zuletzt im Schauspiel „Medea" und „Das Schloss" erarbeitet hat, inszeniert mit „Hänsel und Gretel" zum ersten Mal eine große Repertoireoper.

Dauer: ca 2 Stunden 15 Minuten, eine Pause

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Pressestimmen

„Das Gelingen dieser Peoduktion ist ausschließlich eigenen Fachkräften zu verdanken. Ulirike Mayer als Hänsel und Marysol Schalit als Gretel bringen ihre Rollen exakt über die Bhne und knüpfen an bisherige Erfolge im Bremer Haus an. […] Natürlich ist noch der Kinderchor des Theater Bremen unter der intensiven Einstudierung von Alice Meregaglia zu erwähnen und ebensom Daniel Mayr, unter dessen Leitung der Bremer Philharmoniker dieser Premierenabend großartig verlief.“
Hermann Habitz, Der neue Merker, 29.11.2016

„Das Premierenpublikum spendet begeisterten, jubelnden Applaus für einen unterhaltsamen, berührenden, sinnlichen Opernabend. […] Die Familienoper ‚Hänsel und Gretel’ gehört bis heute zu den meistgespielten Opern, weil die Mischung aus volkstümlichen, ans Herz gehenden Passagen und üppigen orchestralen Einlagen bei großen und kleinen Musikfreunden gut ankommt. Das war auch bei dieser Premiere in Bremen so – nicht zuletzt, weil das Gesangsensemble mit Ulrike Mayer als Hänsel und Marysol Schalit als Gretel voll auf der Höhe war. […] Passend dazu bietet die Inszenierung eine augenbetörende Ausstattung, in der viele schöne Ideen umgesetzt werden: Auf der Bühne leuchten riesige rote Erdbeeren, und auf üppigen Torten brennen Wunderkerzen. Der Wald wird von Fabelwesen in glitzernden Fantasiekostümen bevölkert […].“
Margit Ekholt, Radio Bremen, 28.11.2016

„Ein Lebkuchenhäuschen gibt es nicht. Nachsatz: Das ist auch gut so. Denn die Inszenierung von Engelbert Humperdincks Märchenoper ‚Hänsel und Gretel’ am Theater Bremen kommt prima ohne aus. […] Alexander Riemenscheider nimmt den Text und den naiv-humorvollen Esprit von Humperdincks Musik ernst. Und der Regisseur bekommt den Spagat hin, sowohl Erwachsene als auch Kinder damit zu erfreuen – bei der Premiere am Freitag wurde dann auch heftig geklatscht. […] Marysol Schalit interpretiert ihre Gretel herausragend, unschuldig singt sie die Kinderlieder, mit großer, strahlender Stimmkraft in den Höhen wie in den tieferen Lagen die Arien, die durchaus einiges an Schwiergkeiten aufweisen. Auch Ulrike Mayer überzeugt mit ihrem dunkel-getönten, klaren Mezzo ohne Abstriche als Hänsel. Beide gemeinsam demonstrieren erneut die Lust des Sängerensembles am Schauspielern; man nimmt ihnen das sich stets neckende wie herzlich einander zugetane Geschwisterpaar von Anfang an ab. Gleiches gilt für Nathalie Mittelbach, die ihre Hexe mit gut austarierter Frivolität ausstattet – auch in den Arien, in denen sie großen Facettenreichtum demonstriert. […] Jan Stepánek hat Riesenpilze und –Erdbeeren entworfen, kitschige Zwischenprospekte und knorrige Bäumchen, um das Spektakel vor farbig angestrahltem Lametta in Szene zu setzen. Emir Medic steckt Irina Dziashko als Sandmännchen/Taumännchen in wahnwitzige Glitzer- und Blink- Kostüme und verwandelt Nathalie Mittelbach als Knusperhexe in Charlys scharfe Tante aus der Schokoladenfabrik. […] Die Bremer Philharmoniker begleiten dieses bildersatte und sehr actionreiche Geschehen auf der Bühne wie üblich tadellos.“
Iris Hetscher, Weser Kurier, 27.11.2016

„Insgesamt ist Riemenschneider […] eine durchweg unterhaltsame und kurzweilige Inszenierung gelungen, an der die Zuschauer ihre Freude haben können. […] Mit Ulrike Mayer als Hänsel und Marysol Schalit als Gretel stehen zwei Sängerinnen zur Verfügung, die ihre Partien stimmlich wie optisch überzeugend verkörpern. […] Statt Lebkuchenhaus aber gibt’s Lametta-Wald, Blink-Blink-Kostüme und natürlich die schönen Hits wie „Brüderchen, komm tanz mit mir“ und „Suse, liebe Suse“ von tollen Sängern und tollem Orchester. Großer Applaus!“
Corinna Laubach, BILD, 28.11.2016