Antigone Akgün

Regie
Antigone Akgün arbeitet als Autorin, Schauspielerin, Dramaturgin und Kuratorin an deutschsprachigen Stadt- und Staatstheatern, wie auch in der freien Szene. Nach einer Schauspielausbildung in Griechenland, studierte sie Theater-, Film- und Medienwissenschaften, Griechische Philologie, Klassische Archäologie und Philosophie in Frankfurt, sowie Dramaturgie (MA) an der Hessischen Theaterakademie. Ihre wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen auf der Erforschung des Brecht’schen Frühwerks und auf chorischen Theaterformen nach Einar Schleef. Seit 2014 ist sie Mitglied des European Network for Research and Documentation of Performances of Ancient Greek Drama. Als Schauspielerin war und ist sie zu sehen u. a. in Inszenierungen von Rosana Cade, Boris Nikitin, Hannah Schassner, Kornelius Eich und Sebastian Mauksch. In ihrer künstlerischen Praxis beschäftigt sie sich mit der Überschreibung kanonischer Literatur und versucht, marginalisierte Positionen hör- und sichtbar zu machen, z.B. als Autorin in Julia Wisserts Inszenierung „2069 – Das Ende der Anderen“ (eingeladen zum Heidelberger Stückemarkt 2020) oder bei „NATHAN“ (Theater Regensburg). 2021 war sie mit ihrem Debütstück „Das Erste Festmahl“, welches die Erlebniswelt nicht-normativer Frauen*körper beleuchtet, nominiert für das Hans-Gratzer-Stipendium am Schauspielhaus Wien. Im gleichen Jahr begann sie als Autorin ihre fortwährende Zusammenarbeit mit Beata Anna Schmutz und dem Stadtensemble des Nationaltheaters Mannheim. Darüber hinaus leitet sie seit 2022 das Blog des Theatertreffens der Berliner Festspiele, kuratiert am Staatstheater Darmstadt gemeinsam mit der Dramaturgin Christina Zintl das, für die Stadtgesellschaft konzipierte, künstlerische Projekt „Stadtkantine“ und ist in mehreren Jurys tätig (u. a. Theatertreffen der Jugend, Festival Augenblick Mal!, Kulturreferat der Stadt München, Kulturamt der Stadt Wiesbaden). Mit der performativen Installation „Leer/Stand“ realisiert sie am Theater Bremen ihre erste Regiearbeit.