Caroline Anne Kapp

Regie
Die Regisseurin Caroline Kapp absolvierte zunächst ein Studium in Kommunikations- und Kulturwissenschaften in Friedrichshafen und Madrid und fuhrte daraufhin drei Jahre lang ein soziokulturelles Projekt in Berlin. Im Sommer 2020 schloss sie nach ihrem Studium der Szenischen Forschung ihre Regieausbildung an der Otto Falckenberg Schule mit der dreiteiligen Arbeit „Messy History Lessons“ ab, in der sie zusammen mit ihrem Team Leerstellen der Erinnerungsarbeit weiblicher Geschichtsschreibung untersuchte und den Jurypreis des Korber Studio fur junge Regie 2020 gewann. 2018 kuratierte sie das Theater- und Performance Festival NEW GREEK WAVE am Theater Bremen. Mit der Performancekunstlerin Julia Nitschke (Bochum) erarbeitet sie in dem bereits zwölfteiligen Format „Labern ubers eigene Land“ seit vier Jahren absurde Performances zur Gesellschaftspolitik. Dabei hinterfragen sie Erinnerungspolitiken und Identitätskonstruktionen in Bezug auf Deutschland, das Land, in dem sie geboren und aufgewachsen sind. Aus dieser Kollaboration entstand auch das temporare Erinnerungsarchiv „Failed Record“ in den Munchner Kammerspielen 2019. Ihre Arbeiten befragen immer wieder das Verhaltnis von kulturellem Gedachtnis und Theater.