Ulrike Schneider

Sängerin (Gast)
Ulrike Schneider wurde in Hamm in Westfalen geboren und studierte Gesang in Köln, Basel und Berlin, sowie privat bei Margreet Honig und Dunja Vejsovic.
Nach dem Studium war sie für zwei Jahre Mitglied des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper München, wo sie bereits kleinere Rollen übernahm. Ihr erstes Opernengagement führte nach Luzern, wo sie während vier Jahren in den wichtigsten Rollen des lyrischen Mezzosopranfaches debütierte, danach gehörte sie lange dem Ensemble des Opernhauses Halle an, wo sie langsam auch in dramatischere Partien hineinwuchs. Seit 2011 ist Ulrike Schneider nun im Ensemble des Staatstheaters Kassel, wo sie 2014 mit dem Volksbühnenpreis und 2017 mit dem Irma Jansa-Preis vom Publikum für ihre Vielseitigkeit und eindrückliche Rollengestaltung geehrt wurde, insbesondere für ihre Darstellung der Amme in die Frau ohne Schatten, der Judith in Herzog Blaubart sowie der Klytämnestra in Elektra, der Küsterin in Jenufa und zuletzt der Fricka (Rheingold und Walküre). Bereits zweimal war sie zur Sängerin des Jahres nominiert, 2015 war sie Titelheldin der begeistert aufgenommenen Produktion Agrippina bei den Göttinger Händelfestspielen, die 2016 in Brisbane, Australien, wiederholt und mit dem begehrten Helpman-Award ausgezeichnet wurde.
Während der gesamten Bühnentätigkeit wuchsen auch die Auftritte auf den Konzertpodien. Zahlreiche Konzerte führten hier nach Irland, Italien, England, Spanien, die Niederlande, Luxemburg und in die Schweiz, eine herzliche Verbindung besteht besonders zum MDR, wo sie in vielen Rundfunkproduktionen zu erleben ist. Marek Janowski, Jun Märkl, Ingo Metzmacher, Fabio Luisi, Thomas Dausgaard, Howard Arman, Marcus Creed, Laurence Cummings, Michael Schneider und Tomas Hanus gehören zu den Dirigenten, mit denen Ulrike Schneider arbeitet.