Feministischer Kampftag im Theater Bremen
Konzert mit der iranischen Sängerin Faravaz, Feministisches Streikfrühstück, Emilia und Mimi
Wahlrecht, Blumen, feiern, erinnern, kämpfen: Am 8. März ist es wieder so weit, der Internationale Feministische Kampftag erinnert seit rund hundert Jahren daran, dass längst nicht für alle die gleichen Rechte und Voraussetzungen gelten. In Deutschland begann er unter dem Motto „Raus mit dem Frauenwahlrecht“. Und jetzt? Das Theater Bremen lädt am Sonntag, dem 8. März 2026 zum Zusammenkommen, Nachdenken, Zuschauen, Sich-Verbinden und mehr ein: Der Tag beginnt von 10-13 Uhr mit einem Streikfrühstück. Bei der Kooperation von Theater Bremen, Feministischem Streik Bremen und noon gibt es Kaffee, Brötchen (gegen Spende) und jede Menge Platz für Austausch, Bezugsgruppenbildung und kreatives Plakatepinseln für die Demonstration, die um 14 Uhr am Weserstadion startet. Am frühen Abend laufen zwei Produktionen, die sich aus sehr unterschiedlichen Perspektiven Frauenfiguren in der Kunst zuwenden: Um 17 Uhr läuft Rahel Hofbauers Emilia_Galotti im Kleinen Haus, eine Inszenierung, die sich vor allem auf die Leerstelle der Figur Emilia bezieht. Um 19 Uhr gibt es im Theater am Goetheplatz Puccinis La Bohème, das in der Regie von Alize Zandwijk berührend Mimis Leben und Sterben in Armut und Krankheit nachzeichnet. Zeitgleich zur Oper gibt es im Kleinen Haus ein Konzert mit der iranischen Musikerin Faravaz. Sie verbindet Indie-Pop, Trap und Einflüsse persischer Folk-Musik mit persönlichen Erfahrungen und politischen Botschaften. Im Anschluss und zum Abschluss des kämpferischen Tages findet die Aftershow mit DJ AZ mit feministischem und empowerndem Pop im noon statt. Zwischen 10 und 19 Uhr ist auf dem Goetheplatz eine Soundinstallation mit dem Titel ENOUGH! – Wovon hast du genug? zu erleben. Neben der Installation wird es eine Landkarte geben, die einen Überblick über feministische Streiks in der ganzen Welt zeigt. Außerdem: eine theatrale Intervention der Prinz*essinnen der Jungen Akteur*innen und einen Bücherstand vom Golden Shop.
Am 27. Februar war Equal Pay Day, der soll auf die weltweit hohen Unterschiede bei der Bezahlung von Männern und Frauen hinweisen: Der Aktionstag zeigt, wie lange Frauen rechnerisch unbezahlt arbeiten, während Männer gleich vom 1. Januar an bezahlt werden. Diese Lohnlücke ist der sogenannte Gender Pay Gap. Der lag im vergangenen Jahr in Bremen bei 17 Prozent. Zum Feministischen Kampftag am 8. März 2026 bietet das Theater Bremen zusätzlich zu den Normalpreiskarten Gender Pay Gap-Ausgleichskarten an. Diese sind symbolisch um 17 Prozent günstiger, Sie entscheiden selbst, ob Sie vom Gender Pay Gap betroffen sind.
Programmpunkte im Überblick, 8. März 2026:
10-13 Uhr: Streikfrühstück zum 8. März im noon, Foyer Kleines Haus. Eintritt frei, Frühstück gegen Spende. Eine Kooperation vom Theater Bremen, noon und dem Feministischen Streik Bremen.
10-19 Uhr: Soundinstallation ENOUGH – Wovon hast du genug? auf dem Goetheplatz
17 Uhr: Lessing // Hofbauer: Emilia_Galotti im Kleinen Haus. Zum letzten Mal!
19 Uhr: Puccini // Sugimoto / Zandwijk: La Bohème im Theater am Goetheplatz
19 Uhr: Konzert Faravaz – Aftershow DJ AZ
Veröffentlicht am 2. März 2026.