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#keinsommernachtstraum Junges.Theaterbremen

„Wie kann ich das, was ich fühle, in Sprache übersetzen?“

Mit Kein Sommernachtstraum. Eine Fantasie kommt im April ein „Sinnes-Mashup für sehendes und nicht sehendes Publikum“ ins Brauhaus. Sarah Kreuzberg, Mitarbeiterin der Marketing-Abteilung, hat mit Theaterpädagogin Rieke Oberländer über das Projekt gesprochen.

Aus einem hellblauen Tüllrock ragt eine Hand empor. Sie wird von einer daneben stehenden Person gehalten.

Sarah Kreuzberg: Was kann ich mir unter einem Sinnes-Mashup vorstellen?

Rieke Oberländer: Mashup ist ein Begriff aus der Musik, bei dem Songs unterschiedlicher Interpret:innen zusammengemixt werden. In unserer Produktion versuchen wir das mit unseren Sinnen zu machen. Denn Sinne spielen für das Stück eine zentrale Rolle. Wir arbeiten mit einem Ensemble, das sehr unterschiedliche Zugänge zur Welt und somit auch zum Theater hat: Manche können gar nicht sehen, andere sehen ein bisschen, wieder andere sehen komplett. Einige sind sehr taktil orientiert, andere sehr visuell, obwohl sie ganz wenig sehen. Es gibt Spielende, die sich sehr stark über das Hören orientieren. Bei der Arbeit habe ich gemerkt, wie viele Sinne plötzlich im Spiel sind. Anders als sonst in Gruppen mit Sehenden, bei denen der Sehsinn meist der primäre Sinn ist. 

Wie hat sich das auf die Proben ausgewirkt?

Wir haben uns viel mit der Frage beschäftigt, wie sich Dinge oder die Welt, die wir wahrnehmen, verändern, wenn wir sie über einen anderen Sinn wahrnehmen. Wenn ich hier in meiner Hand einen Apfel habe, ist das etwas anderes, wenn ich ihn rieche, als wenn ich ihn sehe? Oder wenn ich daran horche oder ihn auf der Zunge spüre? Was habe ich dann für ein Erlebnis? Wir haben auch mit Tastführungen gearbeitet. Wie ertastet man Dinge? Was kommen dann für innere Bilder? Und wie kann ich das, was ich fühle, in Sprache übersetzen? Dieses Übersetzen von einem Sinn in den anderen hat uns sehr beschäftigt. 

Wer ist „uns“? Wer sind die Personen hinter und auf der Bühne?

Auf der Bühne sind 18 Menschen zwischen 10 und 15 Jahren. Die meisten Kinder bzw. Jugendlichen gehen auf die Georg-Droste-Schule, eine Förderschule für den Förderschwerpunkt Sehen und visuelle Wahrnehmung. Auch hinter der Bühne sind wir ein relativ großes Team, unter anderem weil wir viele persönliche Assistenzen brauchen. Das künstlerische Team besteht aus meinen beiden Kolleg:innen Hannes Langer und Katja Münster und mir. Außerdem gibt es einen Musiker, Richard Wolf.

Die Idee zu dem Projekt stammt von dir. Wie bist du darauf gekommen?

Im Rahmen des Programms für inklusive Kunstpraxis, kurz pik, haben wir für verschiedene Tanz- und Schauspielproduktionen Audiodeskriptionen entwickelt und diese somit für ein blindes und sehbehindertes Publikum zugänglich gemacht. Um zu lernen, wie man solche Audiodeskriptionen erstellt, habe ich an mehreren Workshops teilgenommen. Ich hatte Lust das zu vertiefen. Die Audiodeskriptionen, die wir für die Stücke produziert und die ich dann gelesen habe, sind unabhängig von der Inszenierung entwickelt worden, auch erst, nachdem die Inszenierung fertig war. Mich hat aberinteressiert, wie man Audiodeskription von Beginn an integrieren kann, also als künstlerische Spur schon von Anfang an mitdenkt. Das war ein Experiment. Die Georg-Droste-Schule kannte ich schon von vorherigen Projekten, daher war es naheliegend sie als Kooperationspartner anzufragen. Wir haben zunächst alle drei in der Schule hospitiert und im Anschluss mehrere Schnupper-Workshops veranstaltet. Ich dachte, dass es schön wäre, wenn mindestens sieben Kinder an dem Projekt teilnehmen würden. Bei den Workshops waren dann 22 Kinder! Das hat mich sehr gefreut.

Wie ging es dann weiter?

Bei der Themensuche sind wir auf den Sommernachtstraum von William Shakespeare gestoßen, weil uns darin der Wald, diese magische Welt, angesprochen hat. Eine Welt, in der für die Kleinen Tiere oder Wesen auftauchen können, in der es fantasievoll und märchenhaft werden kann. Aber in der man für Ältere auch andere Inhalte verhandeln kann. Uns war schnell klar, dass wir nicht wirklich den Sommernachtstraum aufführen, sondern vielmehr schauen wollen, wie wir die Motive aufgreifen können, um daraus etwas eigenes zu machen. Und jetzt geht es vor allem um die Frage: Was ist Wirklichkeit? Stelle ich sie her oder erträume ich sie mir? Also auch im Sinne von, was wünsche ich mir eigentlich? Dieser Wald wird zu einem Sehnsuchtsort, ein fantastischer Ermöglichungsraum, in dem man plötzlich über das Träumen und über seine Wünsche spricht.

An wen richtet sich das Stück?

Ich würde sagen an Kinder ab 10 Jahren. Wichtig ist uns, dass das Stück auch für Sehendes Publikum ansprechend ist. Es ist kein Hörspiel. Sondern vielmehr ein Versuch, dass es auf beiden Seiten funktioniert. Dass man eben ohne Kopfhörer drinsitzt.

 

Kein Sommernachtstraum. Eine Fantasie wird gefördert von „Zur Bühne“, dem Projekt des Deutschen Bühnenvereins im Rahmen des Förderprogramms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

 

Veröffentlicht am 9. April 2026.

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