Kleines Haus / Premiere

Adrift / The Resonance

von Felix Landerer & Helge Letonja / Of Curious Nature
TanzRAUM Nord

„Ours is an age between worldviews, ... a transitional era when the old cultural vision no longer holds and the new has not yet constellated. Yet we are not without signs of what the new might look like“ (Richard Tarnas) — Erstmals sind zwei Choreografien der beiden Gründer des Ensembles Of Curious Nature an einem Abend auf der Bühne zu sehen. Felix Landerer zeigt eine Gruppe im Zustand der Auflösung geglaubter Stabilität. Der Verlust von Halt, der Wegfall festgelegten Wissens, lösen körperlich den Alarmzustand aus und rufen zwischenmenschliche Dynamiken hervor. Ein Balanceakt zwischen destruktiven und kreativen Elementen, die das Chaos bereithält. Helge Letonja spürt dem gegenüber der Resonanz als Beziehung zur Welt nach. Die Eigenfrequenzen der Körper werden zum Ausgangspunkt der Choreografie: Impulse verstärken sich, Emotionen formen Bewegungen, die sich wie seismische Wellen im Raum ausbreiten. Wenn „der Draht zur Welt vibriert und das eigene Weltverhältnis zu atmen beginnt“ (Hartmut Rosa), entsteht die Energie, die befähigt, etwas in Bewegung zu setzen.

Gefördert von TANZPAKT Stadt-Land-Bund aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover, Senator für Kultur Bremen, Theater Bremen, Stiftung Niedersachsen, Karin und Uwe Hollweg Stiftung.

  • Besetzung

  • Pressestimmen

    „… zurückbleiben Unsicherheit und Unordnung. Auch auf der Bühne des Kleinen Hauses, wo die Tänzer zu sphärischen Klängen durch den Raum treiben. Dort werden sie auseinandergerissen, reiben sich an- und miteinander, während nur eins den in Naturtönen gekleideten Männern und Frauen Sicherheit zu geben vermag: klare Linien. […] Waren harte, klare Linien bei ‚Adrift‘ noch der Fixpunkt, sind es bei Helge Letonjas ‚The Resonance‘ vor allem weiche organische Bewegungen. […] Die Tänzer ficht dies nicht an, stattdessen lassen sie den Pathos aus Musik und Worten durch ihre Körper strömen, verinnerlichen die Botschaft und bringen sie mithilfe ihrer Bewegungen wieder auf die Bühne. Dies sieht nicht nur gut aus, sondern erzeugt zudem emotionale Wucht.“ (Mareike Bannasch, Kreiszeitung, 6. Oktober 2021)

    „Mit ästhetischer wie stilistischer Unterschiedlichkeit und Feinsinn spürt dieser zweiteilige Abend unserem Dasein in einer von Geschwindigkeit und Optimierung geprägten Ich-Welt nach, in der ein sehnsuchtsvoller Ruf nach Verbindung und Resonanz immer lauter wird.“ (Martina Burand, tanznetz, 20. Oktober 2021)
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