THEATERBREMEN

Theater am Goetheplatz / Premiere

Alcina

Dramma per musica in drei Akten
von Georg Friedrich Händel
Text von einem unbekannten Bearbeiter
nach Riccardo Broschis Oper „L’Isola di Alcina“,
nach Motiven aus Ludovico Ariostos Epos „Orlando furioso“
im Anschluss Premierenfeier

„Es sind nicht immer die Schiffbrüchigen, die auf einer Insel Zuflucht suchen.“ (Ingeborg Bachmann) — Das Erfolgsteam des „Maskenball“ in der letzten Spielzeit, Dirigent Marco Comi­n und Regisseur Michael Talke, begibt sich auf die Insel der Zauberin Alcina und spürt Liebesverwirrungen nach: A (Morgana) liebt B (Bradamante verkleidet als Ricciardo), B liebt C (Ruggiero), C liebt D (Alcina) und E (Oronte) liebt A. Bewegung kommt in die Geschichte, als E versucht C eifersüchtig zu machen auf B, indem er behauptet, B habe eine Affäre mit D. Doch das Beziehungsgeflecht von Händels 1735 in London uraufgeführter Oper bildet vor allem die Folie für das Psychogramm einer tragischen Titelheldin: Alcina, heidnische Magierin, selbstbewusste Verführerin, die gerne abgelegte Liebhaber in wilde Tiere verwandelt, verliert ihre dämo­nische Urkraft und vermenschlicht sich in dem Moment, wo sie wahrhaft zu lieben beginnt. Sie wird zu einer verletzlichen, em­pfindsamen Frau. Das ist ihr Untergang.

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