Kleines Haus

Der Russe ist einer, der Birken liebt

nach dem Roman von Olga Grjasnowa

„Ich denke, dass eine vollkommen andere Politik entstehen würde, wenn eine Gemeinschaft lernen könnte, ihre Verluste und ihre Verletzbarkeit auszuhalten.“ (Judith Butler) — Mascha, die in den 1990er Jahren mit ihren Eltern aus dem Kaukasus nach Deutschland floh, begleitet sie auf Ämter, muss dolmetschen, wird in der Schule zurückgestuft. Früh erfährt sie das Gefühl der Sprachlosigkeit. Nun spricht Mascha fünf Sprachen fließend und plant gerade ihre Karriere bei den Vereinten Nationen, als ihr Freund Elias schwer krank wird. Verzweifelt flieht sie nach Israel. Dort gerät sie zwischen die Fronten ihrer eigenen Vergangenheit und kann kaum noch unterscheiden: Falsch oder richtig? Gestern, heute, morgen? Olga Grjasnowas Roman erzählt die Geschichte einer jungen, eigenwilligen Jüdin, einer Kriegstraumatisierten. Voller Einfühlungsvermögen und Humor wird der Frage nachgespürt, wo eigentlich der Raum bleibt für die Trauer und wie das zusammengehen kann, die Last der Vergangenheit und das Recht auf ein freies Leben.

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