Kleines Haus / Premiere

Futuralgia

von Núria Guiu Sagarra / Unusual Symptoms
im Rahmen von TANZ Bremen 2020
im Anschluss Premierenfeier

„Zwischen mir und dem Rest der Welt steht eine Glaswand.“ (Karl Lagerfeld) — Núria Guiu Sagarra tanzte jahrelang in bedeutenden Kompanien wie Gisele Viènne, La Veronal, Carte Blanche und dem Cullberg Ballett, bevor sie sich zunehmend eigenen Arbeiten widmete. Darin richtet die katalanische Choreografin ihren Blick auf den Körper im digitalen Zeitalter. In ihrer Solo-Arbeit „Likes“, mit der sie 2018 für das europäische Tanz-Netzwerk Aerowaves ausgewählt war und den Preis der Kritik in Barcelona gewann, setzte sie sich mit populären Social Media-Phänomenen wie Cover Dances und Yoga-Tutorials auseinander. Damit gelang ihr eine erfrischende Perspektive auf die Präsenz des Körpers im digitalen Zeitalter. Für ihre erste Arbeit mit Unusual Symptoms überträgt Núria Guiu Sagarra ihre Auseinandersetzung mit der Sphäre des Digitalen auf ein Ensemble von acht Tänzer*innen. In „Futuralgia“ untersucht sie den Körper als eine Art Archiv, der zwar neue Inhalte generiert, speichert und bearbeitet, sich in der Herangehensweise jedoch maßgeblich vom Digitalen unterscheidet. Mit choreografischen Mitteln befragt sie das Verhältnis von Körper und Digitalität zu Zeit und Raum und ihre Rolle in der Erzeugung persönlicher und kollektiver Identität.

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    Choreografie Nuría Guiu Sagarra
    Bühne und Kostüme Jorge Dutor
    Musik Nil Ciuró
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