Online

Futuralgia

von Núria Guiu Sagarra / Unusual Symptoms
Livestream aus dem Kleinen Haus
Im Rahmen von Drei Tage Tanz online
19:50 Uhr Online-Einführung

In einem aufwendig produzierten Livestream holen Unusual Symptoms ihre neueste Produktion auf den Bildschirm. In ihren Arbeiten beschäftigt sich die katalanische Choreografin Núria Guiu Sagarra wiederholt mit der Frage, wie das Internetzeitalter unseren Blick auf den Körper beeinflusst. Welche Bilder und Ideen von Körpern zeigen sich in den Bildschirmen der Geräte und was passiert, wenn man diese Bilder auf die Bühne zurück überträgt? In einer Reihe von Solo-Arbeiten hat Núria Guiu Sagarra in den vergangenen Jahren eine erfrischende Perspektive auf den Körper im Spiegel seiner digitalen Abbilder entwickelt und damit international auf sich aufmerksam gemacht. In „Futuralgia“ überträgt sie diese Auseinandersetzung nun auf das Ensemble von Unusual Symptoms, der Tanzkompanie des Theater Bremen. Nach dem Lockdown im Frühjahr verlagerten sich die Proben selbst ins Internet und erweiterten die gemeinsame Auseinandersetzung mit den kulturellen Werkzeugen des Digital Age um eine Ebene der unmittelbaren eigenen Erfahrung. Zwischen Zoom-Sessions, Workout-Apps und Yoga-Tutorials entwickelte sich eine umfassende Recherche über den digitalen Blick auf Körper und ihre Repräsentationen. Wie werden Körper im Digitalen abgebildet? Welche Rolle spielt das für die Erzeugung persönlicher und kollektiver Identität? Aus diesen Fragestellungen sowie den persönlichen Bewegungsarchiven der Tänzer*innen entwickeln Núria Guiu Sagarra und Unusual Symptoms in „Futuralgia" eine Choreografie, deren hybride Tanzsprache die Körper im Spiegel ihrer virtuellen Abbilder zeigt.

Wir empfehlen die Nutzung von Kopfhörern.
Im Stream kommen Stroboskop-Lichteffekte zum Einsatz.

ONLINE-TICKETS UND FESTIVALPÄSSE

Festivalpass Fr-So (frei wählbar 5 / 10 / 15 €)
Dieser Pass beinhaltet das gesamte Programm des Festivalwochenendes. Mit einem Streaming-Code können Sie alle Veranstaltungen freischalten. Sie benötigen keinen zusätzlichen Festivalpass zum Rahmenprogramm.

Festivalpass Fr-So + Pre-Order Vinyl Young Dogs (30 €)
Neben dem Festivalpass für das gesamte Programm beinhaltet dieses Ticket eine Vorbestellung für die Vinyl Young Dogs. *Versand der Platte voraussichtlich Ende Juni 2021

Festivalpass Rahmenprogramm (0 €)
Das Rahmenprogramm des Festivals ist kostenlos zugänglich. Für diese Veranstaltungen können Sie sich ihren 0,- € Pass buchen. Für den Live-Stream von Futuraliga, die Drei Filme und das Gastspiele von Mechanics of Distance benötigen Sie einen Festivalpass Fr-So (frei wählbar 5 / 10 / 15 €)

  • Besetzung

    Aaron Samuel Davis, Gabrio Gabrielli, Alexandra Llorens, Nora Ronge, Andor Rusu, Young-Won Song

    Choreografie Núria Guiu Sagarra
    Bühne und Kostüme Anna Lena Grote
    Licht Ralf Scholz
    Musik Nil Ciuró
    Dramaturgie Gregor Runge
    Choreografische Mitarbeit Andy Zondag
  • Pressestimmen

    „Sagarra aber hat in ihrer ersten Bremer Arbeit ziemlich gut verstanden, wo die Qualitäten von Unusual Symptoms liegen: in einer offensiv zelebrierten Distanzästhetik bei gleichzeitig großer physischer Präsenz. […] ‚Futuralgia‘ ist entsprechend ein typischer Unusual-Symptoms-Abend, cool, abgeklärt, tänzerisch vielleicht nicht ganz so raffiniert, wie er sein könnte. Und gleichzeitig ist es auch ein Abend, der etwas enthält, das man so hier nicht erwartet hätte: echten Schmerz.“ (Falk Schreiber, Tanz, Dezember 2020)

    „Selbstpräsentation wie in Tik-Tok-Videos oder die Selbstversunkenheit einer Silent-Disco-Nacht wird probiert. Jeder bleibt für sich. Schier platzend vor Sehnsucht nach Nähe, Berührung und Interaktion. So löst ‚Futuralgia‘ das Versprechen des Titels ein, einen nostalgischen Blick in die Zukunft zu motivieren, indem Hoffnung genährt wird auf das postpandemische Comeback direkt erlebbarer Körpersprache. Beeindruckend.“ (Jens Fischer, taz, 2. Dezember 2020)

    „Es ist ein merkwürdiges Spannungsfeld aus Distanz und Gemeinsamkeit, in dem wir vor allem in diesen Tagen leben. Eine Situation, die Sagarras Choreografie nicht nur streift, sondern akribisch auseinandernimmt. Vor allem aber ist ‚Futuralgia‘ eine äußerst sehenswerte Auseinandersetzung mit der Art und Weise, wie wir unsere Körper sehen und, ja, auch inszenieren.“ (Mareike Bannasch, Kreiszeitung, 27. Oktober 2020)
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