Kleines Haus

Harmonia

von Adrienn Hód – Hodworks / Unusual Symptoms
19 Uhr Physical Prologue
19:30 Uhr Einführung
im Anschluss Publikumsgespräch
Im Rahmen von TANZ Bremen

In „Harmonia“ schaffen Unusual Symptoms und Adrienn Hód – Hodworks einen Raum, in den sie uns einladen, den menschlichen Körper und seine Bedeutung in Tanz und Gesellschaft zu erkunden. In einer abstrakten Struktur hinterfragen sie Hierarchien des klassischen Tanzes und spielen mit den Formen und Narrationen der vermeintlich progressiven zeitgenössischen Tanzkunst. Um die ungestörte Aufmerksamkeit des Publikums bittend, wagt sich ein Ensemble von Tänzer:innen mit und ohne Behinderung an eine Neuordnung unserer Vorstellungen vom Körper und die um ihn herum aufgebauten Systeme. Zwischen der geteilten Erkundung der Vielfalt menschlicher Physis und der selbstironischen Reflexion auf tänzerische Ausdrucksformen machen sie sich daran, unseren Blick neu zu justieren.

Mit ihrer ersten gemeinsamen Produktion „Coexist“ von 2019 erhielten Unusual Symptoms und die ungarische Choreografin Adrienn Hód eine Einladung zur TANZPLATTFORM DEUTSCHLAND. „Harmonia“ ist ihre zweite Zusammenarbeit.
In Koproduktion mit Trafó House of Contemporary Arts und OFF Foundation. Unterstützt durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ Koproduktionsförderung Tanz – gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien – und das Goethe-Institut Ungarn.


Neue Spieltermine werden monatlich veröffentlicht.

  • „Das Ensemble, das sich hier zusammengefunden hat, ist einander auf eine ganz bemerkenswerte Weise nah und zusammen und stark auf der Bühne. Sie kreieren wirklich so etwas wie einen safe space. […] Es ist wirklich ein wunderbares und berührendes Stück geworden […], und es ist auch so ein bisschen das Stück der Stunde, das uns als Zuschauer:innen bei unserer aktuellen Sehnsucht packt, danach zusammen zu feiern und zusammen zu tanzen und gerade am Schluss, wenn es so ausgelassen wird, gab es bei mir diesen Moment, in dem ich dachte: Ja, da ist dieses Bedürfnis nach körperlicher Ausgelassenheit in uns allen.“ (Elisabeth Nehring, Deutschlandfunk, Fazit, 4. Februar 2022)

    „Zur von Ábris Gryllus verfremdeten Discomusik liefern sich die Darsteller in ihren Soli ein furioses, lebensbejahendes Dance-Battle, spielen – oft mit einem Augenzwinkern – mit klassischen Posen. Auch dabei werden herkömmliche Rollenzuweisungen infrage gestellt. […] Der nahe, zugewandte Umgang im Ensemble und die Lebensfreude, die die finale Fiesta ausstrahlt – sie sind mehr als willkommen in Zeiten wie diesen.“ (Ulla Heyne, Kreiszeitung, 12. Februar 2022)

    „Nachdenklich, aufgewühlt und voller Spannung lässt ‚Harmonia‘ sein Publikum zurück. […] Auf intensive, eindringliche Art und Weise geht das elfköpfige Ensemble den vielschichtigen Fragen um Normalität und Diversität nach. […] Ein mutiges Stück!“ (Martina Burandt, tanznetz, 6. Februar 2022)

    „Und dann setzt ein Sound ein: ein suggestiver Beat, ein Wummern, ein Herzschlag, Devlesavers Rollstuhl wird im Wortsinn dekonstruiert (was das Fleisch einerseits ins Technologische fetischisiert, andererseits den Tänzer zeitweise zur Immobilität verdammt). Was kurz zuvor noch intimer Körperdialog war, bewegt sich jetzt in Richtung individualisierter Clubtanz […)].“ (Falk Schreiber, Tanz, April 2022)



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