Theater am Goetheplatz

Jenůfa

Oper aus dem mährischen Bauernleben in drei Akten von Leoš Janáček
Text nach dem Drama von Gabriela Preissová
In tschechischer Sprache mit deutschem Übertext

„am ende dieser endlichkeit bleibt nichts mehr zu verlieren.“ (Barbara Köhler) — Jenůfa ist schwanger. Kindsvater Števa entscheidet sich jedoch gegen sie. Aus Angst vor gesellschaftlicher Ächtung wird Jenůfa ihr Kind daher in der Abgeschiedenheit zur Welt bringen. Nur ihre Stiefmutter, die Küsterin des Dorfes, steht ihr bei, sorgt sich aber um Jenůfas Ruf. Sie trifft eine folgenschwere Entscheidung: Heimlich ertränkt die Küsterin das Neugeborene im schneidend kalten Fluss. Zwischen dörflicher Enge und den Atem raubender Ohnmacht brechen sich die expressiven Orchesterklänge von Leoš Janáčeks dritter und erfolgreichster Oper Bahn, die feinsinnig und urteilsfrei die menschlichen Extremzustände offenlegt. Regisseur Armin Petras und Generalmusikdirektor Yoel Gamzou widmen sich – nach dem Erfolg von Schostakowitschs Lady Macbeth von Mzensk – erneut den Abgründen einer schonungslosen Gesellschaft, die Frauen zu hilflosen Taten anstiftet und dann verurteilt.

  • Besetzung

    Stařenka Buryjovka (Die alte Buryja) Nathalie Mittelbach
    Laca Klemeň Luis Olivares Sandoval
    Števa Buryja Christian-Andreas Engelhardt
    Kostelnička Buryjovka (Die Küsterin) Ulrike Schneider
    Jenůfa Nadine Lehner
    Stárek, Altgesell Stephen Clark
    Rychtář, Dorfrichter Christoph Heinrich
    Rychtářka, seine Frau Ulrike Mayer
    Karolka, ihre Tochter Marie Schmolka
    Pastorkyňa, Hirtin Maria Martin Gonzalez
    Barena, Magd in der Mühle Maria Martin Gonzalez
    Tetka, alte Dörflerin Nathalie Mittelbach
    1. Stimme Anne-Kathrin Auch
    2. Stimme Hyung-Jin Kim
    TänzerInnen Neus Ledesma
    Opernchor des Theater Bremen, Magali Sander Fett, Timos Papadopoulos, Bremer Philharmoniker, Sergey Zhukov

    Musikalische Leitung Yoel Gamzou
    Inszenierung Armin Petras
    Bühne Julian Marbach
    Kostüme Patricia Talacko
    Chor Alice Meregaglia
    Licht Norman Plathe-Narr
    Video Rebecca Riedel
    Dramaturgie Isabelle Becker
    Choreografie Berit Jentzsch
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