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Schwankhalle, Neuer Saal

Workshop: Spoken Dance

Wie wird aus Tanz ein Text, und aus Sprache wieder Bewegung?
Mit Pernille Sonne & Lisa Rykena
im Rahmen von Outnow! 2026 – Performing Arts Festival

Wie lässt sich Tanz in Sprache verwandeln – und Sprache zurück in Bewegung? Wie wird aus einer Geste ein Satz, aus einem Atemzug ein Geräusch, aus einer Choreografie eine Geschichte? Dieser Workshop widmet sich den vielfältigen Wegen künstlerischer Übersetzung: Tanz zu Text, Text zu Tanz, Bewegung als Narration oder als abstrakte Klanglandschaft. Tanz wird hier nicht als rein nonverbales Medium verstanden, sondern als geräuschvolles, emotionales Erzählen des Körpers. Jeder Schritt trägt Bedeutung, jede Wiederholung erzeugt Rhythmus, jede kleinste Verschiebung kann Verführung, Widerstand oder Intimität ausdrücken. Zwischen konkreter Beschreibung und poetischer Verdichtung erkunden wir, wie Bewegung sprachlich formuliert oder in Klang übersetzt werden kann – und wie Worte wiederum Körper in Bewegung setzen.

Der Workshop besteht aus zwei Teilen:

Im ersten Teil geben die Workshopleiterinnen Eindrücke in grundlegende Methoden der Verflechtung von Audiodeskription, Performance und Tanz. Anhand praktischer Scores werden Strategien erprobt, mit denen Bewegung beschrieben, erweitert oder transformiert werden kann. Dabei spielen Fragen der ästhetischen Barrierefreiheit eine zentrale Rolle: Wie kann Beschreibung nicht nur zugänglich machen, sondern selbst künstlerischer Akt sein? Welche erzählerischen Qualitäten entstehen, wenn Sprache Teil der Choreografie wird?

Im zweiten Teil werden ausgewählte Scores aus der letzten Tanzproduktion „Stripping Bolero“ vom Choreografinnenduo Lisa Rykena und Carolin Jüngst geteilt, bei der Pernille Sonne als Dramaturgin mitgearbeitet hat. „Stripping Bolero“ dient als konkretes Beispiel für das Zusammenspiel von Körper, Stimme, Dramaturgie und Aesthetic of Access und der choreografischen Forschung zu Verführung und Tanz.

Geleitet wird der Workshop von Pernille Sonne und Lisa Rykena. Verbunden durch eine mehrjährige Zusammenarbeit in unterschiedlichen Kontexten, teilen sie ihre künstlerische Praxis zwischen Bewegung, Sprache und Zugänglichkeit. Der Workshop ist eine Einladung, Tanz als erzählende, klingende und verfü̈hrende Kraft zu begreifen – und die eigene Praxis um neue Formen der Übersetzung zu erweitern. Der Workshop richtet sich an alle Interessenten mit oder ohne Tanzerfahrung.

  • Samstag, 23. Mai 2026, 11:00 – 14:00 Uhr