Neue Diskursreihe am Theater Bremen: „After Tomorrow #2: Nana …“
Welche Erzählungen brauchen wir, um eine gemeinsame Zukunft zu denken, die offen und divers ist? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Theater Bremen in dieser Spielzeit in der Form von Thementagen, die unter dem Titel After Tomorrow stehen: Den Auftakt machte bereits im Januar ein Nachmittag zur Inszenierung The End. Eine Replikantenoper, in der zweiten Ausgabe wird zu Nana kriegt keine Pocken gearbeitet. Die leitende Frage ist hierbei, welche Allianzen wir bilden müssen, um ein Loslösen von Zuschreibungen und Markierungen möglich zu machen. Am kommenden Samstag, dem 22. Februar, gibt es dazu zunächst einen Workshop zu Afro urban dance mit Choreograf Franck Edmond Yao alias Gadoukou la Star. Im Workshop werden Grundlagen des Afro urbanen Tanzstils, seiner Techniken und der ihm zugrunde liegenden Entstehungsgeschichte übermittelt. Sein Facettenreichtum wird von einem wesentlichen Aspekt angeregt: Der Afro urbane Tanzstil ist eine Geschichte des Widerstands, der Selbstermächtigung und immerwährenden Neu-Schöpfung und -Inszenierung. Der ivorische Coupé-décalé u. a. ist „eine Lebensweise, eine körperliche Verfassung, die dazu befähigt, sich darzustellen“, sagt Yao. Getanzt wird von 11 - 15 Uhr, der Workshop ist kostenfrei, aufgrund beschränkter Plätze ist aber eine Anmeldung unter dramaturgie@theaterbremen.de notwendig. Ab 17 Uhr sprechen dann Regisseurin Monika Gintersdorfer und Kulturanthropologe Julian Warner Über die Notwendigkeit Allianzen zu bilden. Dabei liegt der Fokus auf der kritischen Praxis an weißen Institutionen und den Fragen danach, was für (künstlerische) Strategien greifen könnten, um ein Theater der Zukunft zu denken, jenseits von festgefahrenen Narrativen. Eine kritische Hinterfragung der eigenen Arbeit soll dabei verdeutlichen, welche Perspektiven im Theaterbetrieb bisher reproduziert, unterdrückt und übersehen werden und wie diesen nicht nur eine Bühne „gegeben“ werden kann, sondern wie sie auch selbstverständlicher Bestandteil von Theater als Institution werden. Der Eintritt zur Diskussion ist frei, sie beginnt um 17 Uhr im noon / Foyer Kleines Haus.
Gefördert im Programm 360° – Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft der Kulturstiftung des Bundes.
Samstag 22.02.2020, 11:00 – 19:00 Uhr im noon / Foyer Kleines Haus
11 - 15 Uhr Afro urban dance Workshop mit dem Choreografen: Franck Edmond Yao alias Gadpoukou la Star, Anmeldung unter dramaturgie@theaterbremen.de
17 - 19 Uhr Über die Notwendigkeit Allianzen zu bilden: Gespräch mit Monika Gintersdorfer und Julian Warner
Eintritt frei!