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Schauspiel

Kleines Haus

Eren Önsöz im Gespräch

Die Filmemacherin diskutiert mit Akın Emanuel Şipal und Yasemin Karakaşoğlu zum Thema „Neue Erzählungen“
Die Zugangsdaten zum Zoom-Gespräch erhalten Sie unter fadda@theaterbremen.de

„Waffenbruder" oder „Gastarbeiter*in"?
Die deutsch-türkische Beziehungsgeschichte ist älter und facettenreicher als so manche*r vermutet und sie lässt sich nicht getrennt von der beginnenden Expansion des osmanischen Reiches vor 700 Jahren betrachten; die „Türkengefahr“ prägte jahrhundertelang das Bild der Europäer*innen von den Türk*innen, die sich selbst lieber als „Osmanlı“ bezeichneten. Luther und Cervantes jedenfalls ließen kein gutes Haar an ihnen und auch in Bilderwelt und Liedgut erhielt die Angst vor den Türk*innen Einzug. Vor diesem Hintergrund mag es erstaunen, wie nah man sich heute ist. Aber ungetrübt ist das Verhältnis nicht. Zu viele Aspekte der vielgestaltigen Beziehungsgeschichte sind so gut wie unbekannt. Was tun also? Ins Erzählen kommen? Aber wie und wovon genau? Darüber und was es mit Begriffen wie „Türkenmadonna“, „Beutetürke“ oder „Kammertürke“ auf sich hat, sprechen die Filmemacherin Eren Önsöz (Haymatloz & Import/Export) und Autor Akın Emanuel Şipal (MUTTER VATER LAND) mit der Turkologin und Erziehungswissenschaftlerin Yasemin Karakaşoğlu.


Prof. Dr. Yasemin Karakaşoğlu ist Leiterin des Arbeitsbereichs Interkulturelle Bildung an der Universität Bremen und Vorsitzende des Rats für Migration e.V. Sie lehrt und forscht zu Fragen von Migration, Kultur, Partizipation, Zugehörigkeit und Bildung.

Eren Önsöz arbeitet als freie Regisseurin und Autorin für den Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk, hauptsächlich für den WDR. Ihr Dokumentarfilm "Import- Export – Eine Reise in die deutsch-türkische Vergangenheit" entstand als Abschlussfilm an der Kunsthochschule für Medien in Köln (KHM) und wurde mehrfach auf Festivals ausgezeichnet. „Haymatloz- Exil in der Türkei" ist ihr zweiter abendfüllender Kino-Dokumentarfilm und behandelt das Exil deutscher Wissenschaftler während der Nazidiktatur in der Türkei.

Akın Emanuel Şipal, 1991 in Essen geboren, studierte Film an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. Für sein erstes Theaterstück Vor Wien gewann er den bundesweiten Wettbewerb »In Zukunft« 2012, für Santa Monica erhielt er den Förderpreis Literatur der Kulturbehörde Hamburg. Şipal ist als Drehbuchautor an diversen Kurz- und Langfilmen beteiligt, die auf Festivals wie Festival des Films du Monde de Montréal (Prix du Jury für The Bicycle), Shanghai International Film Festival oder Cairo International Film Festival zu sehen sind. In der Spielzeit 2016/17 war Şipal Hausautor am Nationaltheater Mannheim. Von 2017-2019 war er Hausautor am Theater Bremen.


Gefördert im Programm 360° – Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft der Kulturstiftung des Bundes.

    • Gefördert im Programm 360° - Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft der Kulturstiftung des Bundes.
      Gefördert im Programm 360° - Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft der Kulturstiftung des Bundes.

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