Kleines Haus

Im Herzen tickt eine Bombe

von Wajdi Mouawad
aus dem Französischen von Uli Menke
Regie: Alize Zandwijk

„Wir koexistieren mit den Geistern unserer Vergangenheit.“ (Angela Davis) — Mitten in einer stürmischen Winternacht erhält Wahab einen Anruf seines Bruders: Ihre Mutter liegt im Sterben. Auf dem Weg ins Krankenhaus kämpft Wahab mit seinen Gedanken und Erinnerungen – an seine Mutter, seine Familie, seine ferne Heimat, den Krieg, den er dort als Kind miterleben musste. Und je näher Wahab dem Krankenhaus kommt, desto mehr nähert er sich dem traumatischen Punkt seiner eigenen Geschichte: jenem Zwischenfall, der alles veränderte. Wajdi Mouawad erzählt von einem jungen Mann, dessen Erfahrung sich in vielen Biografien spiegelt. Flucht, Migration, Gewalt – sie hinterlassen Spuren im Menschen. Doch das Erwachsenwerden auch. Offener als in diesem literarischen Zwiegespräch ringen Schmerz und Liebe, Wut und Zärtlichkeit selten miteinander. Nach ihrer umjubelten Inszenierung von Mouawads Vögel in der letzten Spielzeit erarbeitet Alize Zandwijk mit dem neuen Ensemblemitglied Patrick Yogarajan nun den Monolog Im Herzen tickt eine Bombe.


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