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#zauberervonöz Aktuelles

„Der Zauberer von Öz – Eine Fußballtragödie“ bei Radikal jung 2026

Radikal jung, das Theaterfestival für junge Regie, findet von 24. April bis 3. Mai 2026 im Münchner Volkstheater statt. Dieses Jahr werden 12 Stücke und Performances gezeigt: darunter die Uraufführung des Theater Bremen.

Auf einer Pressekonferenz im Volkstheater München wurde heute (11. März 2026) das Programm für Radikal jung 2026, das Theaterfestival für junge Regie, bekannt gegeben und wir freuen uns und gratulieren dem Team: Das Theater Bremen ist mit Der Zauberer von Öz – Eine Fußballtragödie von Akın Emanuel Şipal in der Regie von Aram Tafreshian im Münchner Volkstheater dabei.

„Wir freuen uns sehr, dass Aram Tafreshians Inszenierung zu einer der wichtigsten Plattformen für junge Regie eingeladen ist, und mit ihm das ganze Team: Autor Akın Emanuel Şipal, mit dem das Theater Bremen schon lange verbunden ist, ein spielfreudiges Ensemble, Ella Olivia Bender Semerci mit ihrer eindrücklichen Musik“,  so Stefan Bläske, leitender Dramaturg im Schauspiel und Teil des Leitungsteams: „Ein politisches und zugleich humorvolles Stück über Fußball, Integrationsdebatten und Identität, das passt sehr gut zu Radikal jung am Münchner Volkstheater.“

Radikal jung, das Theaterfestival für junge Regie, findet von 24. April bis 3. Mai 2026 im Münchner Volkstheater statt. Dieses Jahr werden 12 Stücke und Performances gezeigt. Bei der diesjährigen Ausgabe des Festivals sind Produktionen aus Berlin, Bremen, Freiburg, Hamburg, Magdeburg, Marseille, München, Münster und Wiesbaden am Münchner Volkstheater zu sehen.

Eröffnet wird das Festival mit Antigone nach Sophokles von Roland Schimmelpfennig in der Regie von Mikheil Charkviani zu Gast vom Hessischen Staatstheater Wiesbaden. Eine reduzierte und ästhetisch markante Inszenierung des antiken Stoffes, der durch Videomaterial zeitgenössischer Krisen und Geschichten weiblichen Widerstands eine aktuelle Dringlichkeit aufzeigt. Hello, eine Produktion von Olivia Hyunsin Kirn in Koproduktion mit den Sophiensaelen Berlin. Die Performance schafft über Tanz, Musik, gemeinsames Essen einen besonderen Begegnungsraum aus der alltäglichen Welt Nordkoreas. In Opera of Hope von Mable Preach von Kampnagel Hamburg fließen Elemente aus Oper, Gospel, Chor- und Sologesang ineinander, um eine Geschichte über das Ankommen in einem abweisenden Deutschland zu erzählen. Alina Flucks Minihorror von Barbi Marković sucht nach dem Horror im Alltäglichen: der Paarbeziehung, dem Einkauf und dem Urlaub. Mit zahllosen Regieeinfällen und einem humorvollen und engagierten Ensemble entsteht eine eindringliche Beschauung unseres Alltags. Hergeleitet aus einer mittelalterlichen Tanz-Epidemie, dem „Veitstanz“ erforscht Graupe Crisis zusammen mit dem Publikum die hypnotische und infektiöse Wirkung der gemeinsamen Bewegung bis hin zum rauschhaften Ritual. Unruhe von Nolwenn Peterschmitt zu Gast aus Marseille. Vom Maxim Gorki Theater Berlin kommt Marco Damghani und zeigt sein Stück Die Allerletzten. Ein intimer Abend über eine Paarbeziehung, die in ihrem neuen Zuhause in Brandenburg vor äußere und innere Herausforderungen gestellt wird. Der Idiot nach Fjodor Michailowitsch Dostojewski und einem Text von Clara Kroneck über den guten Fürst Myschkin in einer verdorbenen Welt wird von Milena Michalek überschrieben und mit Opulenz in Szene gesetzt. Sie fängt mit ihrem Ensemble die Gehetztheit und verzweifelte Suche nach den richtigen Entscheidungen in einer falschen Welt ein. Eine Produktion des Theater Münster. Das Theater Freiburg in Koproduktion mit dem Theater Neumarkt Zürich präsentieren Heidi, ein neues Stück über Heimat von Lena Reißner und Ensemble. Die Collage zeigt eine schillernde und vielschichtige Suche nach der Titelfigur – eine Umkreisung einer Figur, die Kindheit, Unschuld und Heimat verkörpert, dabei aber dennoch nie ganz zu fassen ist. Die hauseigene Produktion des Münchner Volkstheaters ist Die Nashörner von Eugene lonesco. Anna Marboe jagt die Mittel des Theaters durch verlockende Mainstream-Maschinerien und zieht für die Frage nach Manipulation und der Verführung durch Gruppen alle Register des Absurden Theaters.

Chiara Liotine zeigt ihre Produktion vom Thalia Theater Hamburg. Edouard Louis Roman Anleitung ein anderer zu werden. Ein Stück über die Suche nach sich selbst, den Kampf mit der eigenen Herkunft, Klasse und Sexualität als eindringlichen Bühnenmonolog, der mit reduzierten Mitteln umgeht. Lily Kuhlmann entstaubt Der Besuch der alten Dame, den Klassiker Friedrich Dürrenmatts und verknappt ihn auf die innergesellschaftliche Dynamik. Zu Gast ist die Vagantenbühne aus Berlin. Vom Theater Bremen kommt Der Zauberer von Öz – Eine Fußballtragödie von Akın Emanuel Şipal in der Regie von Aram Tafreshian. Er zeigt anhand von Mesut Özils Biografie einen schrillen, unbequemen und einfallsreichen Abend über Migration in der Fußballnation Deutschland.

Die Jury, bestehend aus dem Theaterkritiker Prof. C. Bernd Sucher, der Theaterkritikerin Christine Wahl, der Schauspielerin und Regisseurin Isabelle Redfern und den Dramaturg*innen des Münchner Volkstheaters Hannah Mey und Leon Frisch hat über 60 Arbeiten für die Auswahl gesichtet.

Ergänzt wird das Festival um das Rahmenprogramm RADIKAL EXTRA: der Eröffnungsparty mit DJ Luis Buchmann, dem Gossipstammtisch mit den Popcörnern, einem Auftritt der österreichischen Kabarettistin TOXISCHE POMMES, Live-Siebdruck eines Festival T-Shirts von der Meisterschule für Mode München, sowie die Präsentation von Briefen aller je eingeladenen Regisseur:innen an das Festival Radikal jung. Sowie moderierte Talks mit den teilnehmenden Regisseur:innen im Festivalzelt. Außerdem gibt es erneut einen Publikumspreis dotiert mit 4.000 Euro, der vom Freundeskreis des Münchner Volkstheaters am letzten Abend verliehen wird.

Veröffentlicht am 11. März 2026.

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