Theater am Goetheplatz

L’elisir d’amore (Der Liebestrank)

von Gaetano Donizetti
Musikalische Leitung: Alice Meregaglia
Regie: Michael Talke

„Eine kesse, quietschbunte Inszenierung, die viel zum Lachen bietet, aber nie in die Klamotte abgleitet“ (Radio Bremen), „So geht komische Oper heute“ (Weser Kurier), „Ganz im Zeichen der Virtuosität des Leichten“ (Kreiszeitung), so lauteten die hymnischen Kritiken nach der Premiere. Jetzt wird die Erfolgsproduktion von 2014 wieder aufgenommen.

Auf dem Lande lebt Nemorino, der Adina liebt. Wie so oft geht es ums Geld – er jedenfalls hat es nicht. Die Liebe bleibt also unerwidert. Stattdessen wirft sich Adina in die Arme des feschen, finanzstarken Belcore. Doch dann kommt Nemorino eine Idee: Wie wäre es mit einem Mittel aus einer seriösen Oper, einem Liebestrank à la Tristan und Isolde? Gesagt, gekauft beim Quacksalber Dulcamara. Ein Liebestrank zum Selbertrinken. Rein damit. Nichts passiert. Adina würdigt ihn keines Blickes. Also: Mehr davon. Und jetzt? Die gesamte Damenwelt des Ortes reißt sich um Nemorino. Ob das am Elixir liegt oder an der Nachricht, dass Nemorino das Erbe seines just verstorbenen Onkels antreten soll, wer weiß? Doch in jedem Falle steht einem schnellen Happy End nichts mehr im Wege.
Verschwenderisch geht Donizetti mit seinen Mitteln um: Schöngesang, Schmelz, Koloratur, perlende Töne, Virtuosität, ein Sängerfest. Donizettis leichtes Lustspiel ist Belcanto vom Feinsten. Und mit Marysol Schalit als Adina und Hyojong Kim als Nemorino in den Hauptpartien ist ein Lieblings-Liebespaar des Theater Bremen in seinem Kernrepertoire dabei. Zudem gibt es einige Rollendebüts: Elias Gyungseok Han ist der schmucke Belcore, Stephen Clark gibt den schmierigen Straßenverkäufer Dulcamara, und María Martín González ist Adinas intrigante Freundin. Und am Pult steht Alice Meregaglia. Fast also eine kleine Premiere, in der ein neu zusammengestelltes Hausensemble die Kraft der Komödie hochleben lässt.

Neue Spieltermine werden monatlich veröffentlicht. Der Vorverkauf beginnt jeweils am 10. des Vormonats – für Abonnent:innen bereits am 1. des Vormonats.

  • Termine / Karten

  • Besetzung

    Adina Marysol Schalit
    Nemorino Hyojong Kim
    Belcore Elias Gyungseok Han
    Dulcamara Stephen Clark
    Gianetta Maria Martin Gonzalez
    Opernchor des Theater Bremen, Bremer Philharmoniker

    Musikalische Leitung Alice Meregaglia
    Regie Michael Talke
    Bühne Barbara Steiner
    Kostüme Regine Standfuss
    Licht Christopher Moos
    Chor Alice Meregaglia
    Dramaturgie Katinka Deecke
  • Pressestimmen

    „So geht komische Oper heute. Das fand auch das Publikum, das viel Szenenapplaus spendete und zum Schluss jubelte. Für das Bremer Musiktheater ist „Der Liebestrank“ nach den konzis und atemberaubend inszenierten „Meistersingern“ und der kühnen „Anna Karenina“ zudem bereits die dritte Punktlandung in dieser Spielzeit.“
    Iris Hetscher, Weser Kurier, 1. Dezember 2014

    „Ganz im Zeichen der Virtuosität des Leichten, die so charakteristisch für den Belcanto ist, besticht das Ensemble durch eine hochentwickelte Technik, die aber wunderbar dezent bleibt und Platz macht für sehr schöne Stimmen. Die Bremer Philharmoniker überzeugen, ihr Leiter Rolando Garza Rodriguez setzt mit leichtem Zugriff, der mitunter zupackend, aber niemals dominant ist, eine Energie frei, die perfekt zur außer Kontrolle geratenen Glittershow passt und alles leicht werden lässt, auch die Liebe.“
    Mareike Bannasch, Kreiszeitung, 1. Dezember 2014

    „Fazit: Eine kesse, quietschbunte Inszenierung, die viel zum Lachen bietet, aber nie in die Klamotte abgleitet. Eine mitreißende Musik, gespielt von einem tollen Orchester (die Bremer Philharmoniker unter der Leitung von Rolando Garza Rodríguez), großartige Sängerinnen und Sänger, allen voran Marysol Schalit als Adina, Luis Olivares Sandoval als Nemorino, Patrick Zielke als Dulcamara sowie Gustavo Feulien als Belcore. Inhalt und Musik sind in dieser Produktion absolut stimmig. Das Premierenpublikum war begeistert.
    Empfehlung: Unbedingt reingehen.“
    Margit Ekholt, Radio Bremen online, 1. Dezember 2014

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