Tanz
Kleines Haus
Me&myMum
von Samir Akika/Unusual Symptoms
„I wanna thank my mom. Mom, you are the greatest. Thank you so much.“ (Oscar-Verleihungen 1929 – 2012) — Pina Bausch, der Mutter des deutschen Tanztheaters, hat der Choreograf Samir Akika sein Stück „Me&myMum" gewidmet. Für das Theater Bremen hat der neue Leiter der Tanzsparte seinen Abend noch einmal bearbeitet. Mit unbestechlichem Gespür für die Absurditäten des Lebens begeben sich Akika und sein Ensemble in das Minenfeld des komplexen Verhältnisses zwischen Mutter und Kind. Sie spielen mit Klischees, Neurosen und Stereotypen und geben den Emotionen Bodenhaftung. Mit Witz und Leidenschaft schaffen sie eine intensive, radikale Skizze der bedingungslosen Liebe und grenzenlosen Dankbarkeit – aber auch der enttäuschten, von Erwartungen zerfressenen Beziehungen zu den Müttern dieser Welt. Zwischen Hip Hop, Folklore, Popmusik und Klassik auf verstimmtem Klavier geben sie Einblicke in ihre ganz persönlichen Geschichten. In der Garderobe riecht es nach Armani und Tosca und auf der Bühne nach Spaghetti Napoli. Warum? Weil die gerade in der Ecke gekocht werden.
Koproduziert duch das Theater im Pumpenhaus Münster.
Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Münster und das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW.
Dauer: ca. 2 Stunden, ohne Pause
- Pablo Bottinelli, Darwin Diaz, Alexandra Morales, Nora Ronge, Gertrud Rudhart, Lotte Rudhart, Antonio Stella
Choreografie Samir Akika
Bühne Gabor Doleviczényi, Robert Kaltenhäuser, Henri Unsenos
Video Aaron St.
Dramaturgie Anna K. Becker, Vincent Bozek, Gregor Runge
Ausstattungsassistenz Elena Ortega
Inspizienz Ellen Uta Merkert
- „Sie tanzen, was sie bewegt: eine turbulente Nabelschau.“
Foyer (Ausgabe 97)
„Auf der dicht möblierten Bühne wird gekocht, Klavier gespielt, die Sauna aufgeheizt, Diskomusik aufgedreht. Chaos, Komik, Leichtigkeit – das Portrait einer Generation […]“
Foyer (Ausgabe 97)
„Vergessen Sie alles, was Sie über das Bremer Tanztheater wissen. Jedenfalls über das der letzten Jahre. Es ist jetzt alles radikal anders. “
Jan Zier, taz, 22./23.9.12
„Ein Mann erzählt temperamentvoll vom Ausraster seiner italienischen Mutter an Weihnachten. Eine Frau analysiert die Machismokultur in Venezuela. Ein Dritter berichtet von seiner Jugend in Kassel und der Mutter, die in den Achtzigern mit Drogen dealte. Und so weiter. Real oder fiktiv? Wir wissen es nicht, es ist egal. Alles ist ein bisschen schrill, bunt, laut und anarchisch.“
Jan Zier, taz, 22./23.9.12
„Am Ende ist es ein intensives, liebenswert absurdes Erlebnis, eines das nicht immer gefällig ist, aber das polarisiert, im Publikum, der Stadt für Gesprächsstoff sorgt. Gut so.“
Jan Zier, taz, 22./23.9.12
„Das Ganze wirkt bunt, quirlig und leicht chaotisch, wie man es seit Jahren aus dem belgischen Tanztheater kennt, und ist geprägt von dem Bemühen, das wahre Leben auf die Bühne bringen zu wollen.“
Alexandra Albrecht, Weser Kurier, 22.9.12
„Da wird am Bühnenrand gekocht, gespielt, getobt, gebadet, Hausmusik gemacht, gesungen, im Falle von Pablo Botinelli übrigens ganz wunderbar.“
Andreas Schnell, Kreiszeitung, 2.9.12