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Musiktheater

Theater am Goetheplatz

Die Sache Makropulos

Oper in drei Akten von Leoš Janáček
Musikalische Leitung: Clemens Heil, Regie: Anna-Sophie Mahler

„Dass ich sterblich bin, ist das stärkste Werkzeug für mich, um große Entscheidungen zu treffen. Fast alles fällt von einem ab, wenn man den Tod gewärtigt. Du bist immer schon nackt. Es gibt keinen Grund, niemals, nicht seinem Herzen zu folgen.“ (Steve Jobs) — Wie unerfreulich das Wahrwerden von Menschheitsträumen für diejenigen werden kann, die als einzige davon betroffen sind, weiß Emilia Marty. Über 300 Jahre sind vergangen, seit ihr Vater ein vermutlich lebensverlängerndes Elexier an ihr ausprobieren musste. Mit Erfolg, wie sich später herausstellte. Die Lust zu leben aber hat sie schon lange verloren. Die Liebe spielt für sie keine Rolle mehr, seit ihr Geliebter Josef Prus 1827 bei dem gemeinsamen Versuch, den Trank nachzubrauen, qualvoll zugrunde gegangen ist. Die Angst vor dem Sterben allerdings treibt sie weiter um. Mittlerweile hat die Sängerin ihre Kunst perfektioniert und überdauert die Zeit als kühle und zynische, um ihre rätselhafte Jugend und Schönheit beneidete Sängerin – noch unfähig, ihrem Herzen zu folgen.
Leoš Janáčeks Komposition ist nicht nur ein spannender Krimi, sondern auch eine berührende Geschichte um das menschliche Streben und um das, was bleibt.

Dauer: 1,5 Stunden, keine Pause

  • Emilia Marty Patricia Andress
    Albert Gregor Heiko Börner
    Vitek Christian-Andreas Engelhardt
    Christa Lusine Ghazaryan
    Jaroslav Prus Martin Kronthaler
    Janek Prus Hyojong Kim
    Dr. Kolenaty Loren Lang
    Ein Maschinist Zoltán Melkovics
    Eine Aufräumefrau Annamária Melkovics-Fehér
    Hauk-Schendorf Mihai Zamfir
    Kammerzofe Martina Parkes
    Musikalische Leitung Clemens Heil
    Regie Anna-Sophie Mahler
    Ausstattung Katrin Connan
    Sophie Krayer
    Licht Christopher Moos
    Dramaturgie Ingo Gerlach
  • Es nahm sich aus wie ein besonders pointierter Regieeinfall und war doch nur dem Leben und seiner manchmal bitteren Realität geschuldet: eine Emilia Marty im Rollstuhl. […] Was der Idee als solcher natürlich nichts nimmt. Sie passte punktgenau in eine Inszenierung, in der sich die junge Regisseurin Anna-Sophie Mahler ganz von der Feinarbeit leiten ließ, die das Stück in Komposition und Text vorlegt, und daraus ein ausgefeiltes psychologisches Kammerspiel entwickelte.[…] Eine sehens- und hörenswerte Produktion mit – endlich einmal wieder – deutschsprachig gesungenem Text.“
    Opernwelt, Ausgabe Januar 2013

    „Anna-Sophie Mahler, die in Bremen ihre erste Regiearbeit ablieferte, formte aus dem fantastischen Stoff eine moderne Parabel voll bannender Expressivität und kühler Eleganz über ein Dasein, das durch deine Zeitlosigkeit sinnlos wird. Dabei werden auch subtil Fragen nach dem Verhältnis von Endlichkeit und Glück gestellt. […] Anna-Sophie Mahler gelang auf eindringliche Weise, dies Oper als fragilen zärtlichen Hymnus auf das Leben zu inszenieren.“
    Foyer, Ausgabe 98 (15. Januar bis 15. März 2013)

    „Die junge Regisseurin Anna-Sophie Mahler versuchte nicht, dem Werk […]eine neue Deutung aufzuzwingen. Sie ließ sich leiten von der Feinarbeit, die das Stück in Komposition und Text vorlegt und stellte in einer werkgerechten Inszenierung ein detailliert ausgefeiltes psychologisches Kammerspiel auf die Bühne – eine überzeugende Talentprobe.“
    Weser-Kurier, 12. November 2012

    „Patricia Andress gestaltete die Partie der Emilia mit reicher vokaler Substanz. Kalten Zynismus, seelische Qualen oder spöttische Verachtung – alle Facetten spielte sie überzeugend aus. Der anspruchsvolle, mit großer Intensität gestaltete Schluss-Monolog geriet zu einem Höhepunkt.“ Nordwest-Zeitung, 12. November 2012

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