Theater am Goetheplatz

Tosca

„Ich lebte für die Kunst, lebte für die Liebe, tat nie einem lebenden Wesen etwas zuleide (...) warum, o Herr, warum belohnst du mich nun so?“ (Tosca) – Sich als Künstler in den Dienst der Revolution zu stellen, scheint dem Maler Cavaradossi das höchste Ziel. Doch endet seine Parteinahme für die republikanische Idee nicht nur für ihn tödlich, sondern auch für seine Geliebte, die Sängerin Tosca. Dass man sich in Zeiten des radikalen politischen Umbruchs nicht darauf beschränken kann, nur der Kunst und der Liebe zu leben, wird für Tosca zur bitteren Erfahrung. Denn der Polizeichef Scarpia, durchaus ein Verehrer ihrer Sangeskunst, instrumentalisiert sie eiskalt und treibt sie so zu einer schrecklich heroischen Tat.

Dauer: ca. 2,5 Stunden, eine Pause

  • Termine / Karten

  • Besetzung

    Floria Tosca Nadja Stefanoff
    Mario Cavaradossi Luis Olivares Sandoval
    Baron Scarpia Loren Lang
    Cesare Angelotti Zoltan Melkovics
    Der Mesner Daniel Ratchev, Hyung-Jin Kim
    Spoletta Christian-Andreas Engelhardt
    Sciarone Hyung-In Kim, Daniel Ratchev
    Ein Schließer Allan Parkes
    Ein Hirt Nadja Stefanoff
    Musikalische Leitung Clemens Heil, Markus Poschner
    Regie Vera Nemirova
    Bühnenbild
    Kostüme Marie-Luise Strandt
    Chor Daniel Mayr
    Dramaturgie Hans-Georg Wegner
  • Pressestimmen

    „Vera Nemirova hat die ‚Tosca‘ nun in Bremen in einer zeitlos eleganten Inszenierung vorgestellt, die ganz auf die drei Hauptfiguren zugeschnitten ist, die in den klaren Linien des Bühnenbilds von Jens Kilian viel Raum haben.“
    Andreas Schnell, Delmenhorster Kreisblatt, 29. Mai 2012

    „Dann ließ sie den ‚Schocker‘ mit all seiner ihm innewohnenden Spannungsimpulsivität so ablaufen, wie von Puccini und seinem Librettisten vorgeschrieben, schuf sozusagen eine Inszenierung zum Wiedererkennen. Und erzielte damit – die Nemirova führt eine fabelhaft durchdachte Personenregie – hinreißende Wirkungen. (…) Kulminationspunkt des zweiten Aktes ist die Verführungsszene in der Scarpia seine Macht über Tosca ausspielt. Da wird eiskalter Psychoterror par excellence ausgeübt, der sich wie eine eiserne Klammer auf den Zuschauer überträgt, von der Regisseurin in jeder Nuance ausgekostet.“
    Gerhart Asche, Weser Kurier, 29. Mai 2012

    „Sie [Vera Nemirova] inszenierte Puccinis Opern-Krimi jetzt ganz aus dem Geist des Werkes, ohne ‚spektakuläre‘ Zutaten. Die Regisseurin konzentrierte sich lieber auf eine packende Personenführung und verdeutlichte die Emotionen der Figuren sehr sinnfällig. (…) Ein begeisternder Opernabend.“
    Wolfgang Denker, Nordwest-Zeitung online, 29. Mai 2012

    „Nemirova vertraut einfach den singenden Protagonisten, die Puccini mit einem Übermaß an Emotionen ausgestattet hat. Das ist absolut gelungen, denn es wird nicht nur sängerisch, sondern auch schauspielerisch mitreißend gearbeitet.“
    Ute Schalz-Laurenze, Kreiszeitung, 29. Mai 2012

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