Theater am Goetheplatz

Die menschliche Stimme / La Voix Humaine

von Francis Poulenc
Text von Jean Cocteau
Musikalische Leitung: Killian Farrell
Regie: Vivien Hohnholz

„Zu lieben hat einen Preis und Einsamkeit ist ein Teil dieses Preises.“ (Lars Svendsen) – Eine Frau telefoniert, am anderen Ende der Leitung der Mann, der sie verlassen hat. Das Telefonat mit ihm ist die einzige Verbindung, die sie zu ihm noch aufrechterhalten kann – und zu ihrem Leidwesen bricht diese ständig ab. Gibt es noch Hoffnung auf ein Zurück, auf eine gemeinsame Zukunft? Nur ihre Gesprächsfetzen lassen erahnen, in welche Richtung sich das Gespräch entwickelt und wer hier etwas vorgibt zu sein oder zu tun. Eignet sich das Telefon doch bestens, um Schein, Wahrheit und Lüge zu vermischen und das wahre Begehren vor dem unsichtbaren Gegenüber zu verschleiern. Kein Geringerer als der surrealistische Schriftsteller Jean Cocteau war es, der 1930 diesen Mono-Dialog für die Theaterbühne verfasste. Francis Poulenc, Komponist zwischen Spätromantik und Moderne, schuf daraus 1959 eine Monooper, eine intime „lyrische Tragödie“ für eine Sopranistin und Klavier. Gemeinsam tauchen Nadine Lehner und die Regisseurin Vivien Hohnholz in die Untiefen jenes Telefonats ein, in dem das Unsagbare, die Stille dazwischen fast lauter schreit und schwerer wiegt als jedes Wort.


Der Vorverkauf beginnt jeweils am 10. des Vormonats – für unsere Abonnent*innen bereits am 1. des Vormonats.

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