Theater am Goetheplatz

Wellen

Uraufführung
Oper nach Eduard von Keyserling von Elmar Lampson
Text von Julia Spinola
In deutscher Sprache mit deutschem Übertext

Musikalische Leitung: Yoel Gamzou
Regie: Philipp Rosendahl

„Denn das Schöne ist nichts als des Schrecklichen Anfang, den wir noch grade ertragen, und wir bewundern es so, weil es gelassen verschmäht, uns zu zerstören.“ (Rainer Maria Rilke) — Ein kleines Ostseebad dient Eduard von Keyserling am Vorabend des 1. Weltkriegs als Kulisse einer radikalen Utopiekritik, die bereits die Katastrophen des 20. Jahrhunderts vorausahnt. Fernab der Routinen des Alltags wachsen die Sehnsüchte und Selbstverwirklichungsträume einer lebenshungrigen Aussteigerin, eines selbsternannten Künstlers und eines privilegierten Zöglings der Reichen und Mächtigen ins Unermessliche. Die schiere Übermacht des Meeres entlarvt all die „großen Gefühle“ bald als selbstverliebte Illusionen. Der Komponist Elmar Lampson, ein Meister traumgleicher, im sterbensschönen Niemandsland zwischen Tonalität und Atonalität angesiedelter Klangmagie, verhilft dem subtil ironisierenden Ton von Keyserlings feiner Gesellschaftsanalyse zu einer schillernden Vielstimmigkeit.


Mit freundlicher Unterstützung der Bremer Theaterfreunde

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