Kleines Haus

WOYZECK. Ein Singspiel für die, die nicht an die Macht wollen

von Gintersdorfer/Klaßen
nach Georg Büchner

Künstlerische Leitung: Monika Gintersdorfer / Knut Klaßen

„Wir werden sozialisiert, die Armen als Parasiten und Raubtiere zu sehen.“ (bell hooks) — Woyzeck ist ein armer Schlucker, der als Soldat nicht genug verdient, um seine Partnerin Marie und ihr gemeinsames Kind zu ernähren. Er beginnt, seinen Körper für medizinische Experimente zu verkaufen. Der Arzt lässt ihn Erbsen essen und demütigt ihn genau wie sein Hauptmann. Verzweiflung, Schwäche und Schwindel ergeben, gepaart mit Eifersucht, ein tödliches Gemisch ... Büchner schrieb sein Fragment 1836 basierend auf realen Fällen. Gintersdorfer/Klaßen und ihr Team befragen den Stoff im Hinblick darauf, wie das Sein das Bewusstsein bestimmt und der Körper die Psyche. Wie fragil ist unser Organismus? Können Lebensmittel unseren Willen beeinflussen, Dinge zu ertragen oder zu revoltieren? Hängt unser Umgang mit Ungerechtigkeit gar von dem ab, was wir zu uns nehmen? Ein Theaterabend als Experiment, mit Risiken und Nebenwirkungen.

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