Frank Hilbrich

Regie
Der Regisseur Frank Hilbrich, 1968 in Bremen geboren, ist als Musiktheaterregisseur durch zahlreiche Inszenierungen an Theatern und Opernhäusern in Deutschland, Österreich und der Schweiz hervorgetreten. Dabei realisierte sowohl Hauptwerke von Mozart, Rossini, Verdi, Strauss, Janácek oder Alban Berg, genauso wie selten gespielte Titel und experimentelle Projekte. Von 2005 bis 2013 lag ein Schwerpunkt seiner Arbeit auf der Auseinandersetzung mit dem Werk Richard Wagners, unter anderem mit einer vieldiskutierten „Ring des Nibelungen“-Produktion am Theater Freiburg. In den letzten Jahren trat er verstärkt mit Aufführungen von Werken des 20. Jahrhunderts und Uraufführungen hervor, u. a. Brittens „The Turn of the Screw“ (Theater Bremen/Nationaltheater Mannheim), Richard Ayres „Peter Pan“ (Uraufführung/Oper Stuttgart), Henzes „Die Bassariden“ (Nationaltheater Mannheim), Hans Thomallas „Kaspar Hauser“ (Uraufführung/Theater Freiburg), sowie einer längere Reihe von Inszenierungen an der Staatsoper Hannover, darunter die Uraufführung von Giorgio Battistellis „Lot“. Weitere Regiearbeiten führten ihn u. a. an das Theater Basel, die Bregenzer Festspiele, die Dresdner Semperoper, das Aalto-Theater Essen, die Oper Graz, die Staatstheater Mainz und Saarbrücken, das Nationaltheater Weimar, die Staatsoper Budapest sowie an die Komische Oper Berlin.
Frank Hilbrichs Arbeitsauffassung wurde zu Beginn maßgeblich geprägt durch seine Assistenz an der Staatsoper Stuttgart unter Klaus Zehelein und der Zusammenarbeit mit dem Regisseur Hans Neuenfels. Anschließend war er drei Jahre lang Chefregisseur des Musiktheaters am Staatstheater Schwerin. Seit 2002 ist er freiberuflich tätig. Zusätzlich engagiert er sich als Dozent für Szenischen Unterricht, zunächst an der Zeneakadémia in Budapest und der Musikakademie Basel, seit Herbst 2013 als fester Professor an der Universität der Künste in Berlin. Dort war er zuletzt Mitglied der Studiengangsleitung Gesang/Musiktheater. In Bremen realisierte Hilbrich bereits drei Inszenierungen: „Der Vetter aus Dingsda“ (2010/11)„The Turn of the Screw“ (2011/12) und „Der Rosenkavalier“ (2019/20).