Theater am Goetheplatz

Die Italienerin in Algier / L'Italiana in Algeri

Halbszenische Aufführung
Dramma giocoso in zwei Akten von Gioacchino Rossini
Libretto von Angelo Anelli
Musikalische Leitung: Alice Meregaglia
Regie: Martin G. Berger

„Oh du, Geliebte meiner 27 Sinne, ich liebe Dir! Du, Deiner, Dich, Dir, ich Dir, Du mir – wir?“ (Kurt Schwitters) – Ein neues Format: eine halbszenische Opernaufführung. Das Orchester sitzt auf der Bühne, vor ihm agieren die Sänger*innen in Kostüm, aber mit sparsam gesetzten szenischen Mitteln. Weniger Tiefgründigkeit als vielmehr Spaß soll in Rossinis temporeicher Komödie herrschen, die lustvoll ungehobelt mit Geschlechterrollen spielt. „Din din tac tac cra cra bum bum“, Rossini kommentiert plastisch musikalisch das, was Isabella, die Italienerin, in Algier anrichtet: Chaos, Anarchie, die Umkehrung aller geltenden Werte. Eigentlich ist Isabella gekommen, um ihren Geliebten Lindoro zu befreien. Doch zuerst muss sie sich der Avancen des präpotenten Potentaten Mustafà erwehren. Dafür bedient sie sich zweier Mittel: Erotik und Aussicht auf einen Ehrentitel. Dass die Mitgliedschaft im Geheimorden der Pappataci nichts bringt und die Aufnahmebedingungen, nur zu schlafen und zu essen, vor allem Isabellas Flucht ermöglichen sollen, bemerkt der von Eitelkeit Geblendete zu spät. Und so bleibt Mustafà in einer Welt zurück, in der der männliche Herrschaftsanspruch zerfallen ist.


Der Vorverkauf beginnt jeweils am 10. des Vormonats – für unsere Abonnent*innen bereits am 1. des Vormonats.

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