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Musiktheater

Theater am Goetheplatz

Die Reise nach Reims

Komische Oper in einem Akt
Musik von Gioachino Rossini
Text von Giuseppe Luigi Balocchi
Bremer Fassung
In italienischer Sprache mit deutschem Übertext
Musikalische Leitung: Sasha Yankevych
Regie: Anna Weber

„Fasten your seatbelts, it’s going to be a bumpy night.“ (Bette Davis) — Alle wollen reisen in Rossinis Krönungsoper, doch keiner kommt wirklich vom Fleck. Gestrandet im Hotel „Zur goldenen Lilie“ muss die aus allerhand skurrilen Figuren zusammengewürfelte Reisegruppe bald feststellen, dass es keinen Ausweg aus ihrer Situation gibt: kein geschultes Hotelpersonal, keine Pferdekutschen für den Shuttle zum Bahnhof. In ihrem immer länger werdenden Aufenthalt tragen sich seltsame Ereignisse zu und sie werden allmählich von ihrer dunklen Vergangenheit eingeholt, die bald einen Namen bekommt: Corinna, die einstige Rivalin. Rossinis „Die Reise nach Reims“ entstand anlässlich der Krönungsfeier von Karl X. Der Komponist schrieb eine Posse, die sich nicht nur über die Oberflächlichkeiten des Adels, sondern auch über Opernklischees erhebt und schuf dabei mit großer Leichtigkeit eine Opera buffa mit schönsten Belcanto-Arien und absurdem Humor. Das Team um Regisseurin Anna Weber macht aus dem Stoff eine skurrile und surrealistische Krimikomödie, ergänzt durch weitere Musik des Komponisten.

  • Samstag, 28. Februar 2026, 19:00 – 22:00 Uhr
    Freitag, 13. März 2026, 19:00 – 22:00 Uhr
    Sonntag, 22. März 2026, 15:30 – 18:30 Uhr
    Sonntag, 05. April 2026, 18:00 – 21:00 Uhr
    Sonntag, 26. April 2026, 18:00 – 21:00 Uhr
    Sonntag, 03. Mai 2026, 15:30 – 18:30 Uhr
    Dienstag, 26. Mai 2026, 19:00 – 22:00 Uhr

  • Acht Personen stehen nah zusammen gedrängt. Alle tragen auffällige Kleidung, manche tragen Hüte.
    Ein Sänger steht an einem großen Tisch. Auf dem Tisch steht eine Person in einem Hummer-Kostüm.
    Ein Sänger im Kostüm eines Kochs steht inmitten des Chors. Neben ihm steht eine Sängerin, die wie eine Reiterin gekleidet ist. Alle Menschen aus dem Chor sind wie Hotelangestellte angezogen.
    Auf einer schrägen Bühne sind drei Personen. Auf der rechten Seite gehen fünf Türen von der Bühne ab. Alle sind leicht verzogen. Die Wände und der Boden sind in schrillen Rot-, Rosa- und Lila-Tönen.
    An einem großen Tisch sitzen mehrere Personen. Vor ihnen ist eine durchsichtige Leinwand. Auf die wird ein Video projiziert.
    In der Mitte der Bühne steht ein Sänger. Er trägt ein weißes Kostüm und eine Kochmütze. Rechts von ihm steht der Herrenchor in schwarzen Anzügen. Links steht der Damenchor in schwarzen Kleidern mit weißen Häubchen.
    Drei Personen lehnen an einem langen Tisch. Auf dem Tisch sind mehrere künstliche Schweineköpfe platziert.
    Eine Sängerin ist wie eine Reiterin gekleidet. Vor ihr steht der Herrenchor in einer Reihe. Alle Herren tragen Pferdeköpfe.
    Links am Bühnenrand steht eine Sängerin im Scheinwerferlicht. Die restliche Bühne ist dunkel. Auf eine große Leinwand wird ein Video projiziert.
    In der Mitte der Bühne steht eine Sängerin in einem weißen Kleid. Hinter ihr stehen der Chor und andere Sängerinnen und Sänger. Die Rückseite der Bühne ist sehr hell.
  • Corinna Elisa Birkenheier
    Marchesa Melibea Nathalie Mittelbach
    Contessa di Folleville Diana Schnürpel
    Madama Cortese Adele Lorenzi
    Cavaliere Belfiore Fabian Düberg
    Il Conte di Libenskof Oliver Sewell
    Lord Sidney Arvid Fagerfjäll
    Don Profondo Elias Gyungseok Han, Avtandil Kaspeli
    Baron di Trombonok Christoph Heinrich
    Don Alvaro Daniel Ratchev
    Don Prudenzio Jasin Rammal-Rykała
    Modestina Yoona Jang
    Maddalena María Martín González
    Zefirino Sunwoong Park
    Antonio Jörg Sändig
    Chor Opernchor des Theater Bremen
    Statisterie Statisterie des Theater Bremen
    Orchester Bremer Philharmoniker

    Musikalische Leitung Sasha Yankevych, Lukas Ziesché
    Regie Anna Weber
    Bühne Stella Lennert
    Kostüme Hanna Rode
    Chorleitung Karl Bernewitz
    Licht Joachim Grindel
    Video Cantufan Klose
    Video und Livekamera Lio Klose
    Dramaturgie Pia Syrbe
  • „Die Farce, die da am Sonnabend gut drei Stunden über die Bühne tobte, bot eine verrückte Geschichte, jede Menge hinreißend bunter Bilder und Spitzenmusik.“ (Sebastian Loskant, Weser-Kurier, 16. Februar 2026)

    „Das ist eine echte Überraschung gewesen, vor allem die Tenöre haben mir richtig viel Spaß gemacht: Oliver Sewell als Il Conte di Libenskof und Fabian Düberg als Cavaliere Belfiore. Auch Elisa Birkenheier als Corinna, sie hat diese wunderbare Aria, sehr schön, sehr elegant von ihr gesungen. Diana Schnürpel als Contessa di Folleville mit bombensicheren Spitzentönen. Die wissen stilistisch, wo sie sind und was diese Musik braucht. Das hat sicher auch zu tun mit dem ersten Kapellmeister in Bremen, Sasha Yankevych, der das großartig mit den Bremer Philharmonikern macht.“ (Uwe Friedrich, Deutschlandfunk, 16. Februar 2026)

    „Es ist ein Opernabend voller Ulk und Skurrilitäten geworden, also genau das Richtige, wenn man sich in verrückten Zeiten zur Abwechslung mal etwas amüsieren will.“ (Eva Garthe, Bremen Zwei, 15. Februar 2026)

    „Anna Weber macht Gioachino Rossinis ‚Die Reise nach Reims‘ zu einem kurzweiligen Dauerspaß. Das Ensemble des Theater Bremen ist in der Lage, Rossini als den Vater der Gesangskunst zu präsentieren. […] In einem genialen Bühnenbild von Stella Lennert, das den Hotelflur nachbildet, treffen sich die bizarr gekleideten Ehemaligen – Kostüme von Hanna Rode – wieder und Altes kommt ebenso hoch wie sich Neues bildet. […] Ovationen zu Recht!“ (Ute Schalz-Laurenze, Neue Musikzeitung, 16. Februar 2026)

    „Weber hat die Technik des Überschreibens, die im Schauspiel längst üblich ist, intelligent angewendet und für einen spannenden Opernabend gesorgt, der eine tiefsinnige Kritik an den derzeitigen gesellschaftlichen Verhältnissen übt, das aber nicht überbetont. […] Die durchweg guten bis glänzenden Sängerinnen und Sänger spielen das übertreibende Spiel mit. Der Opernchor (Karl Bernewitz) wie auch die Bremer Philharmoniker (Sasha Yankevych) überzeugten ohne Abstriche.“ (Michael Pitz-Grewenig, Kreiszeitung, 18. Februar 2026)

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