Kleines Haus

Harmonia

von Adrienn Hód – Hodworks / Unusual Symptoms
Choreografie: Adrienn Hód

In „Harmonia“ laden Unusual Symptoms und die ungarische Choreografin Adrienn Hód dazu ein, den menschlichen Körper und seine Bedeutung in Tanz und Gesellschaft neu zu erkunden. Zwischen konzentrierten Erkundungen körperlicher Vielfalt, lustvoller Ausgelassenheit und einer gehörigen Portion Selbstironie hinterfragt ein Ensemble von Tänzer:innen mit und ohne Behinderung die Hierarchien des klassischen Tanzes, aber auch die vermeintlich fortschrittlichen Formen der zeitgenössischen Tanzkunst. Um die ungestörte Aufmerksamkeit des Publikums bittend, werfen sie herkömmliche Vorstellungen vom Körper und der um ihn herum gebauten Strukturen über Bord und machen sich daran, unseren Blick spielerisch neu zu auszurichten.

Mit ihrer ersten gemeinsamen Produktion „Coexist“ von 2019 erhielten Unusual Symptoms und die ungarische Choreografin Adrienn Hód eine Einladung zur renommierten TANZPLATTFORM DEUTSCHLAND. „Harmonia“ ist ihre zweite Zusammenarbeit.

In Koproduktion mit Trafó House of Contemporary Arts und OFF Foundation. Unterstützt durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ Koproduktionsförderung Tanz – gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien – und das Goethe-Institut Ungarn.


-english-

In “Harmonia”, Unusual Symptoms and Hungarian choreographer Adrienn Hód invite us to explore anew the human body and its meaning in dance and society. Between shared explorations of physical diversity, fun-filled exuberance and a good dose of self-irony, an ensemble of dancers with and without disabilities questions hierarchies of classical dance, but also the supposedly progressive forms of contemporary dance. Asking for the undisturbed attention of the audience, they throw conventional notions of the body and the structures built around it overboard and set about playfully realigning our gaze.



With their first collaboration “Coexist”, created in 2019, Unusual Symptoms - the dance company-in-residence at Theater Bremen - and Adrienn Hód were invited to Tanzplattform Deutschland, one of the most important showcases for contemporary dance in Germany. “Harmonia” is their second collaboration.

  • „Das Ensemble, das sich hier zusammengefunden hat, ist einander auf eine ganz bemerkenswerte Weise nah und zusammen und stark auf der Bühne. Sie kreieren wirklich so etwas wie einen safe space. […] Es ist wirklich ein wunderbares und berührendes Stück geworden […], und es ist auch so ein bisschen das Stück der Stunde, das uns als Zuschauer:innen bei unserer aktuellen Sehnsucht packt, danach zusammen zu feiern und zusammen zu tanzen und gerade am Schluss, wenn es so ausgelassen wird, gab es bei mir diesen Moment, in dem ich dachte: Ja, da ist dieses Bedürfnis nach körperlicher Ausgelassenheit in uns allen.“ (Elisabeth Nehring, Deutschlandfunk, Fazit, 4. Februar 2022)

    „Man muss das Stück erlebt haben, um die glückhafte, sehr innige Übereinstimmung in der Zehnergruppe zu ermessen und zu verstehen, wie sehr das ästhetisch Gültige daran allen engen Begriffen von Andersheit, Behinderung, Inklusion trotzte.“ (Marcus Hladek, Frankfurter Rundschau, 21. Juni 2022)

    „Zur von Ábris Gryllus verfremdeten Discomusik liefern sich die Darsteller in ihren Soli ein furioses, lebensbejahendes Dance-Battle, spielen – oft mit einem Augenzwinkern – mit klassischen Posen. Auch dabei werden herkömmliche Rollenzuweisungen infrage gestellt. […] Der nahe, zugewandte Umgang im Ensemble und die Lebensfreude, die die finale Fiesta ausstrahlt – sie sind mehr als willkommen in Zeiten wie diesen.“ (Ulla Heyne, Kreiszeitung, 12. Februar 2022)

    „Nachdenklich, aufgewühlt und voller Spannung lässt ‚Harmonia‘ sein Publikum zurück. […] Auf intensive, eindringliche Art und Weise geht das elfköpfige Ensemble den vielschichtigen Fragen um Normalität und Diversität nach. […] Ein mutiges Stück!“ (Martina Burandt, tanznetz, 6. Februar 2022)

    „Und dann setzt ein Sound ein: ein suggestiver Beat, ein Wummern, ein Herzschlag, Devlesavers Rollstuhl wird im Wortsinn dekonstruiert (was das Fleisch einerseits ins Technologische fetischisiert, andererseits den Tänzer zeitweise zur Immobilität verdammt). Was kurz zuvor noch intimer Körperdialog war, bewegt sich jetzt in Richtung individualisierter Clubtanz […)].“ (Falk Schreiber, Tanz, April 2022)



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