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post paradise

von sputnic
Text: Fabian Lettow, Nils Voges
Regie: Nils Voges

Die Auseinandersetzung mit dem Klimawandel ist von dystopischen Szenarien geprägt. Die aktuellen politischen Entwicklungen scheinen diesen düsteren Zukunftsaussichten Recht zu geben und die Komplexität des Problems erschwert es, allgemeine Lösungsansätze zu denken. Das sputnic Kollektiv nähert sich der Komplexität über 10 Episoden, die sich aus verschiedenen Zeiten, Perspektiven und Orten mit dem Thema auseinandersetzen. Dystopische Science-Fiction, widerständige Märchen, Faktenvermittlung und poetische Utopie werden verbunden und sputnic wählt dafür den Weg der Bild-Montage: Live Animation Cinema! Über mehrere Projektoren, die von den Schauspieler*innen bespielt werden, entstehen auf der Bühne virtuos Animationsfilme, die Zusammenhänge aufdecken, Perspektiven beschreiben und Möglichkeiten entwerfen. Gemeinsam mit dem Kollektiv und dem Moks-Ensemble tragen dabei über 20 Musiker*innen und Illustrator*innen ihren Teil zu diesem bildgewaltigen Großprojekt bei.

  • Besetzung

    mit: Fabian Eyer
    Judith Goldberg, Frederik Gora, Anne Sauvageot

    Regie Nils Voges
    Bühne Malte Jehmlich
    Musik Nicolai Skopalik, Horst Hansen Trio, Jürgen Schwalk, Rhododendrum, François Alima, Ephemeral Fragments, Nagen, Nana, OpusXX Orchestra, Kerstin Pohle
    Illustration Silvia Brandt, Silvia Dierkes, Jeff Hemmer, Malte Jehmlich, Aljosa Mujabasic, Karl Uhlenbrock, Julia Praschma, Nils Voges, Janna Zimmer
    Licht Jörg Hartenstein
    Dramaturgie Sebastian Rest
  • Pressestimmen

    „Die Crew hinter „Post Paradise“ hat sich ein ambitioniertes Ziel gesetzt: In einem Stück über den Klimawandel suchen sie nach positiven Entwürfen für die Zeit danach, mithilfe von Märchen und Erzählungen aus ganz verschiedenen Teilen der Erde. Das Ergebnis ist berührend und inspirierend.“ Lisa Bullerdieck, taz, 18. Mai 2021

    „Das Stück ist zwar dystopisch und manchmal etwas zynisch („Wer hört schon auf kluge junge Leute?“), entwickelt durch die Kombination von innovativer Darbietungsform und überzeugenden Darstellerinnen und Darstellern aber eine ungeahnte Kraft. Für Bremerinnen und Bremer besonders eindrücklich: In der Hoffnung, im Norden sei die Welt noch gesünder, machen sich zwei Überlebende aus dem Süden auf nach Europa, Richtung Nordsee, nach „B“, nur um dort angekommen feststellen zu müssen, dass „B“ längst überschwemmt ist.“ Simon Wilke, Weser-Kurier, 16. Mai 2021

    „Der Titel „Post Paradise“ lässt es schon vermuten: In diesem Stück des Künstlerkollektivs „sputnic“ aus Krefeld herrscht Endzeitstimmung. Das Paradies ist längst Vergangenheit und das, was uns und der Erde in der Zukunft noch bevorsteht, ist das große Thema dieser Inszenierung. In zehn Episoden geht es durch die (neuere) Menschheitsgeschichte: von William Shakespeare im Jahre 1611 über die Buschfeuer in Kalifornien und die Rede von Greta Thunberg vor den Vereinten Nationen – bis weit in die Zukunft.“ Marcus Behrens, Bremen Zwei, 15. Mai 2021

    „Ein beeindruckender Abend. Man möchte die Suchmaschine anwerfen und herausfinden, welche Erzählstränge, Zipfel und Motive Fiktion bzw. Realität zuzuordnen sind. Man möchte außerdem einen Blick in die Werkstatt werfen – wie haben sie das gemacht und wie lange hat‘s gedauert? – und man möchte sofort mitmachen. Bei einer besseren Welt, bei weniger Konsum, mehr Mitgefühl, Liebe und Harmonie mit Natur und Umwelt, man möchte sagen: Ja, es ist dann doch noch gelungen: Wir konnten alles anders gemacht haben.“ Jessica Hölzl, Fidena, Deutsches Forum für Figurentheater und Puppenspielkunst e.V., 20. Mai 2021

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