Musiktheater

Theater am Goetheplatz

Die Reise nach Reims

Komische Oper von Gioachino Rossini
Bremer Fassung
In italienischer Sprache mit deutschem Übertext
18:30 Uhr Einführung

„Fasten your seatbelts, it’s going to be a bumpy night.“ (Bette Davis) — Alle wollen reisen in Rossinis Krönungsoper, doch keiner kommt wirklich vom Fleck. Gestrandet im Hotel „Zur goldenen Lilie“ muss die aus allerhand skurrilen Figuren zusammengewürfelte Reisegruppe bald feststellen, dass es keinen Ausweg aus ihrer Situation gibt: kein geschultes Hotelpersonal, keine Pferdekutschen für den Shuttle zum Bahnhof. In ihrem immer länger werdenden Aufenthalt tragen sich seltsame Ereignisse zu und sie werden allmählich von ihrer dunklen Vergangenheit eingeholt, die bald einen Namen bekommt: Corinna, die einstige Rivalin. Rossinis „Die Reise nach Reims“ entstand anlässlich der Krönungsfeier von Karl X. Der Komponist schrieb eine Posse, die sich nicht nur über die Oberflächlichkeiten des Adels, sondern auch über Opernklischees erhebt und schuf dabei mit großer Leichtigkeit eine Opera buffa mit schönsten Belcanto-Arien und absurdem Humor. Das Team um Regisseurin Anna Weber macht aus dem Stoff eine skurrile und surrealistische Krimikomödie, ergänzt durch weitere Musik des Komponisten.

  • Corinna Elisa Birkenheier
    Marchesa Melibea Nathalie Mittelbach
    Contessa di Folleville Diana Schnürpel
    Madama Cortese Adele Lorenzi
    Cavaliere Belfiore Fabian Düberg
    Il Conte di Libenskof Oliver Sewell
    Lord Sidney Arvid Fagerfjäll
    Don Profondo Avtandil Kaspeli
    Baron di Trombonok Christoph Heinrich
    Don Alvaro Daniel Ratchev
    Don Prudenzio Jasin Rammal-Rykała
    Modestina Yoona Jang
    Maddalena María Martín González
    Zefirino Sunwoong Park
    Antonio Jörg Sändig
    Chor Opernchor des Theater Bremen
    Statisterie Statisterie des Theater Bremen
    Orchester Bremer Philharmoniker

    Musikalische Leitung Sasha Yankevych
    Regie Anna Weber
    Bühne Stella Lennert
    Kostüme Hanna Rode
    Chorleitung Karl Bernewitz
    Licht Joachim Grindel
    Video und Livekamera Lio Klose
    Video Cantufan Klose
    Dramaturgie Pia Syrbe
  • „Die Farce, die da am Sonnabend gut drei Stunden über die Bühne tobte, bot eine verrückte Geschichte, jede Menge hinreißend bunter Bilder und Spitzenmusik.“ (Sebastian Loskant, Weser-Kurier, 16. Februar 2026)

    „Das ist eine echte Überraschung gewesen, vor allem die Tenöre haben mir richtig viel Spaß gemacht: Oliver Sewell als Il Conte di Libenskof und Fabian Düberg als Cavaliere Belfiore. Auch Elisa Birkenheier als Corinna, sie hat diese wunderbare Aria, sehr schön, sehr elegant von ihr gesungen. Diana Schnürpel als Contessa di Folleville mit bombensicheren Spitzentönen. Die wissen stilistisch, wo sie sind und was diese Musik braucht. Das hat sicher auch zu tun mit dem ersten Kapellmeister in Bremen, Sasha Yankevych, der das großartig mit den Bremer Philharmonikern macht.“ (Uwe Friedrich, Deutschlandfunk, 16. Februar 2026)

    „Es ist ein Opernabend voller Ulk und Skurrilitäten geworden, also genau das Richtige, wenn man sich in verrückten Zeiten zur Abwechslung mal etwas amüsieren will.“ (Eva Garthe, Bremen Zwei, 15. Februar 2026)

    „Anna Weber macht Gioachino Rossinis ‚Die Reise nach Reims‘ zu einem kurzweiligen Dauerspaß. Das Ensemble des Theater Bremen ist in der Lage, Rossini als den Vater der Gesangskunst zu präsentieren. […] In einem genialen Bühnenbild von Stella Lennert, das den Hotelflur nachbildet, treffen sich die bizarr gekleideten Ehemaligen – Kostüme von Hanna Rode – wieder und Altes kommt ebenso hoch wie sich Neues bildet. […] Ovationen zu Recht!“ (Ute Schalz-Laurenze, Neue Musikzeitung, 16. Februar 2026)

    „Weber hat die Technik des Überschreibens, die im Schauspiel längst üblich ist, intelligent angewendet und für einen spannenden Opernabend gesorgt, der eine tiefsinnige Kritik an den derzeitigen gesellschaftlichen Verhältnissen übt, das aber nicht überbetont. […] Die durchweg guten bis glänzenden Sängerinnen und Sänger spielen das übertreibende Spiel mit. Der Opernchor (Karl Bernewitz) wie auch die Bremer Philharmoniker (Sasha Yankevych) überzeugten ohne Abstriche.“ (Michael Pitz-Grewenig, Kreiszeitung, 18. Februar 2026)

    „Rossinis Oper hat in Bremen eine geschickt konstruierte, moderne Fassung bekommen, eine unterhaltsame, absurde Grusel-Krimi-Komödie.“ (Markus Wilks, Opernglas, März 2026)